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glaubbrüchig

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glaubbrüchig adj.

Bd. 7, Sp. 7776
glaubbrüchig, glaubenbrüchig, adj. , zu den glauben brechen (s.glaube II C 2 b δ) gebildet; im 16. jh. verbreitetes wort, das im 17. nur noch vereinzelt auftritt und lexikalisch bis ins 18. jh. weitergeschleppt wird, vgl. infidelis unglaubhaltig, glaubbrüchig, unwaarhaft Jac. Schöpper syn. (1550) b 4c; perfidus trewlosz, glaubbrüchig Garth lex. (1657) 587a; glaubbrüchig fidem non servans Steinbach dtsch. wb. (1734) 1, 198; in der form glaubenbrüchig Murner kl. schr. 2, 114 Pfeiffer-Belli, Comenius janua (1644) 298, glaubenbrüchig Zwingli dtsche schr. 1, 276, glaubbruchtig J. Menius ausleg. über d. sprüch Salomos (1526) a 5a; lovenbrockich bei Schiller-Lübben 2, 738. 11) zu glaube II C 2, 'von treu und glauben abgewichen, ein versprechen brechend, meineidig, treulos': und so er das unterlaszt, sol er billich als ein untrewer geschetzt werden. als der, so inn veterlicher hülff, mit der that odder verwilligung, glaubbruchig und meineidig erfunden wird lehnrecht (1533) b 3b; da überfiel der glaubbrüchig künig gleich das gantz Affricam Seb. Franck chron. Germ. (1538) 48b; solche glaubbrüchige leute haben sie vom leben zum tode gebracht Rivander prompt. (1591) 2, 323b; (der tod will den menschen) in seinen sünden und greweln ergreiffen und in abgrund der höllen stürtzen als einen meineydigen und glaubbrüchigen Jac. Böhme weg zu Christo (1682) 4; desz hertzogen glaubbrüchige untreuw Stumpf Schweizerchron. (1606) 584a; in verbaler fügung an jem. glaubbrüchig werden: wie auch Sauls waffenträger nit wolt sein herren umbringen und in der not glaubbrüchig an im werden O. Brunfels pandectbüchlin (1528) 158b; ward wanckelmutig und glaubbruchig an den Sarracenos H. Gholtz lebendige bilder (1557) r 3b. 22) auf den religiösen glauben und die mit ihm verbundenen gelübde bezogen, vgl. glaube I A, 'vom glauben, von der wahren lehre abtrünnig': worumb wöllen ir ein gotsgleubigen glaubbrüchig machen C. Hedio chron. Germ. (1530) m 3b; die ketzerischen glaubbrüchigen yrthumen h 3b; es ist unsaglich und nicht auszurechnen, wie vil tausent ... glaubbrüchig und zu ketzern werden Franciscus Agricola ketzerbrunn (1583) 63; sagen auch, den glaubpruchigen soll man wider kein glauben halten Fischart binenkorb (1588) 53a. —
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glaubbrüchigadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glaubbrüchig , glaubenbrüchig , adj. , zu den glauben brechen ( s. glaube II C 2 b δ ) gebildet; im 16. jh. verbreitetes…

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glaubbrüchigkeit

DWB

glaubbruechig·keit

glaubbrüchigkeit , f.; vom vorigen abgeleitet, vgl. auch glaubbruch ; ' treulosigkeit, meineidigkeit ': dann sie forchten sich in desz könig…