Eintrag · Mecklenburgisches Wb.
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Wossidia gläuhnig glöhnig glühend; älteres gloiendig noch nachklingend: gläuendige Kniptang' Bri. 2, 35; 3, 16; StaStargard@NeustrelitzNStrel; Wa; Mi 27a; halbhd. glühnig WiWismar@NeuklosterNKlost; HaHagenow@LübtheenLübth. 1. feuerrot, in Glut: 'hedde ße eyne meßforcke tweemale in dat fur gesteken und de thynde gloygich gemaket' (Ro 1556) Bartsch 2, 7; dee lett nicks liggen as gläuhnig Isen un Mœhlensteen Schö; gläuhnig Isen un 'n Amboß lett hei liggen RoRostock@NeuendorfNeuend; ne glühnig Kahl Wa; gläunigen Damp Zier. Plaugf. 14; in Höllenstrafen, wie in der Drohung zu einem unartigen Kinde: di sall de Deuwel halen un up 'n gläuhnigen Stein setten MaMalchin@ChemnitzChemn; in Sagen ist von ne isern glöhnig Weeg' die Rede Wo. V. 2, 121; bei LuLudwigslust@TechentinTech gibt es einen gläuhnigen Barg; bildl. heißt eine Feuersbrunst de gläuhnig Voß Wa; von geröteten Körperteilen: sin krumm Snut was all sau gläuendig, dat he se up den Amboß sülben hadd' grad' smäden künnt Bri. 3, 16; schot ... dat Blaud em gläugnig int Gesicht Reut. 5, 269; (ein Hund) mit gläuhnig Ogen Zier. Plaugf. 12; bildl. verzehrend wie Glut: dei hett 'n gläuhnigen Magen, d. h. er kann alles vertragen HaHagenow@RedefinRed; ne gläuhendig Tung' die gehässig spricht StaStargard@NeustrelitzNStrel; von brennenden Schmerzen: dat du dull un gläuhnig ward'st in de Mag' nägenuntwintigmal GüGüstrow@GülzowGülz; in der Drohung: lat dat nah, oder ick mak di gläuhnig schlage dich, daß du glühst RoRostock@BörgerendeBörg; im eig. Sinne heißt die Sonne Mudder Gläuhnig (dee kickt all wedder achter 'n Barg rut) Wa, namentlich aber der Schmied Meister Gläuhnig allgem. 2. gemildert heiß, erhitzt, geglüht: de gläugnige Supp Reut. 1, 43; Wat gifft 't tau äten? Ieskolle Bottermelk un gläuhnige Mählsupp SchwSchwerin@GodernGod; von hastiger Schneiderarbeit: dat hett de Snider mit de gläuhnig Nadel neiht RoRostock@DierhagenDierh; s. heit; hitzig, temperamentvoll: dat is ne gläuhnige Diern (1887) GüGüstrow@GülzowGülz; energisch, zupackend: is 'n gläuhnigen Kierl Wagtsm. Ann. 12; hastig: dat is 'n gläuhniges Aas RoRostock@PetschowPetsch; oll gläuhnig Kräwt Schelte für ein wildes Frauenzimmer Wi; dat is de gläuhndige Füermäuser (Feuermörser) bildl. von einem Herrn, der zu seinen Leuten hart ist und sie antreibt Wa; ständiges Beiwort des Teufels als des Bewohners der feurigen Hölle: teihn gläug'nige Deuwel Reut. 4, 107; Beteuerungsformel unter Knaben: Wat wist wäsen (nämlich, wenn 's nicht wahr ist) ? 'n gläuhnigen Füerdüwel GüGüstrow@BaumgartenBaumg; häufig; der Seemann beschwört den Wind bei Windstille: lat los, du gläuhnige Satan RoRostock@RibnitzRibn. Zs. wittgläuhnig. Mnd. gloiendich. Br. Wb. 2, 519; Dä. 154b; Kü. 1, 577; Me. 2, 397.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
Dialektgläuhnig
Mecklenburgisches Wb.
gläuhnig glöhnig glühend; älteres gloiendig noch nachklingend: gläuendige Kniptang' Bri. 2, 35; 3, 16; Sta NStrel ; Wa; …
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Wortbildung
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glaeuhnig‑ als Erstglied (1 von 1)
gläuhnigrot
MeckWBN
Wossidia gläuhnigrot glühendrot Müll. Reut. 46 a .