Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
gistabida
unbekannt, bair.):
‚Einsetzung [eines Erben];. Deverbales Abstraktum mit dem
substitutio‘
Fortsetzer des Suffixes urgerm. *-iþō-. S. gi-,
stabôn, -ida. – gistabidî f. īn-St., Gl. 2,452,18
(2 Hss., Zeit der Gl.einträge unbekannt):
‚Un-. Verbalabstrak-
beugsamkeit, Starrheit; rigor‘
tum. S. gistabên. Vgl. gistabida. – gistallo m.
n-St., Gl. 1,760,20 (Zeit unbekannt, alem.):
‚Gehilfe; adiutor‘, eigtl.
‚der die Stelle mit ei-(ae. gestealla).
nem anderen gemeinsam hat‘
Possessivkomp. mit soziativem gi- (s. d.) und
individualisierendem n-Suffix. S. stal. –
Splett, Ahd. Wb. 1, 919. 921; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 449; Schützeichel6 330; Starck-
Wells 222; Schützeichel, Glossenwortschatz
9, 150. 156.