Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gischt m.
Gischt m.
Gischt m. und f. ‘Schaum stark bewegter Wellen, aufschäumendes Wasser’. (älter) Gäscht, Gescht, frühnhd. jest, jäst, gest, mhd. jest ‘Schaum’ gehören wie mnd. gest, jest, mnl. ghest, ghist, nl. gist ‘Hefe’, aengl. (angl.) *gest, (westsächs.) *giest, später gist, engl. yeast ‘Hefe, Schaum’, anord. jǫstr ‘Gärung, Hefe’, schwed. jäst ‘Hefe’ als Abstrakta mit t-Suffix zu dem unter gären (s. d.) behandelten Verb. Die seit dem 17. Jh. bezeugten Formen mit -sch- sind vermutlich lautmalend, können aber auch aus dem seit dem 15. Jh. belegten, jedoch seltenen Verb gischen ‘gären, brodeln, schäumen’ übernommen sein. Die ältere Lautung hat sich in mundartlich Gest und Jest erhalten.