Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gigue
gigue , gique , auch gige, gick, f. und m., eine alte, am ende des 16. jh. in England ( engl. jig) zuerst auftauchende rasche tanzform von unbestimmter taktart und taktzahl; seit dem 17. jh. über Frankreich in Deutschland eingeführt, vgl. H. Joach. Moser musik. wb. (1923) 41 b ; Gamillscheg et. wb. 469 ; ein besonders lebhaftes, lustiges instrumentalstück, das fugenweise durch 3, 4 oder 5 stimmen geht, s. musikalisches lex. (1749) 162, und im 18. jh. den suiten vielfach als heiterer schluszsatz dient, vgl. auch Böhme gesch. d. tanzes (1886) 130 ; mundartlich gigo ein lebhaftes tonstück und ein…