Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
gifehtan st. v.
st. v., mhd. gevehten; mnl. gevechten; ae. gefeohtan. — Graff III, 444.
Praes.: ke-fehtent: 3. pl. Np 30,22; ge-: dass. Npw 30,21; gi-vehtan: inf. Gl 2,430,5.
Praet.: ge-faht: 3. sg. Nb 300,13 [326,14].
ge-uuhti: 1. sg. conj. S 85,34 (Ludw., 9. Jh.).
kämpfen, fechten: 1) eigentl., handgreiflich, bezogen auf kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Menschen, auf den Kampf zwischen Mensch und Tier oder auf den Kampf zwischen Tieren: a) mit Angabe des Gegners: in misselichiu bilde uuehselota sih Achelous . unz er ouh ze farre uuard . unde mit Hercule gefaht [vgl. Achelous fluvius] certans [cum Hercule — in figuras vertebatur varias, Rem.] Nb 300,13 [326,14]; b) absolut gebraucht: hera santa mih god ioh mir (König Ludwig) selbo gibod ..., thaz ih hier (gegen die Normannen) geuuhti S 85,34; c) Glossenbeleg: givehtan [quis perfidorum credere ausit rapacem belluam (sc. der Wolf) tauris paratam] congredi [cessisse plumis mollibus? Prud., P. Vinc. (V) 415] Gl 2,430,5. 2) übertr. auf das Wirken der in der Ecclesia (tabernaculum militum) organisierten Christen: absolut gebraucht: die dar uuola kefehtent mit sinemo (Gottes) scirme . die bringet er dannan ze eigenen seldon . dar sie furder frido habent NpNpw 30,22 (= Npw 21).