Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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gieken, gicken, vb., 'wie zum scherze mit dem finger oder einem stumpfen gegenstande stechen, stoszen'; s. auch kiken (teil 5, 702), wo zu unrecht engl. kick verglichen wird, das kelt. ist, vgl. Skeat 314a; eher doch zur interj. giek, gick gebildet, wo die quantität des vokals in gleicher weise verteilt ist; langvokal bes. im ostmd., hess. und vereinzelt in anderen maa., obd. auch mit kürze: gîke Crecelius oberhess. 421, gieken Hofmann ndhess. 107. stechen mit langen oder stumpfen instrumenten Vilmar 126, Hertel Salz. 16, anspieszen Keller thür. waldgeb. 23, Kehrein Nassau 1, 164, Reinwald hennebg. 50, gicka 'stechen, stoszen' Sartorius Würzbg. 47; mit der gabel stechen Müller rhein. 2, 1219; gīggen Staub-Tobler 2, 176: so ist auch wahr, dasz sie, Elsa, allszbald doruf die kuhe mit einem finger gestochen oder gegicket und gesägt, sehet zu, die kuhe ist kitzel ungedr. hexenproceszakten im besitze der fürsten Ysenburg in Rüdingen (hess. v. j. 1596); übertragen 'sticheln, stichelnde reden führen, anzügliches reden' Pfister nachtrag 1 zu Vilmar 3, Crecelius oberhess. 1, 421, Kehrein Nassau 1, 164, gigken ... auf etwas hinweisen als zeichen des spottes Schmeller-Fr. 1, 883.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschgiekenvb.
Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg
gieken , gicken , vb. , ' wie zum scherze mit dem finger oder einem stumpfen gegenstande stechen, stoszen ' ; s. auch ki…
- modern
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit gieken
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Cotta, M. (2026). „gieken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gieken/dwb?formid=G16082
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Cotta, Marcel. „gieken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gieken/dwb?formid=G16082. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gieken". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gieken/dwb?formid=G16082.
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