Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
getelinc stM.
2 ‘Mitmensch’
3 ‘junge männliche Person, Bursche’
1 ‘Verwandter’ nimit di muter einen [neuen] man, diselben kindere beheldet der nehiste getelinc vater halben an iren aller danc StRFreiberg 23,11. 190,29; wer vor seines gerichtes halben seinen leip vorleuset, sein nehest geteling nymt sein erbe StRPrag 159; SSp 82,12. – ‘Sohn’ daz himelische chint, / daz ist des uater gettelinc; / er ist wol sin genoz / also michil unde also groz / in gotelichime rechte / nach sime geslechte / so ist er dem uater al gelich Glaub 200 2 ‘Mitmensch’ wir sullen got minnen obir alle ding, / nach gote unsen nehesten gedeling, / unse vinde liben durch got Brun 3742 3 ‘junge männliche Person, Bursche’ ich hab och des genomen war / daz man an allen dingen / under allen gaͤtlingen / nach wunsch niendert vinden kan / so jungen wol gemachten man SHort 6898; swel kint, es si jungvrowe oder getteling, [...] sin ding woͤlte endern ze weltlichem oder ze gaistlichem leben StRVill 9; wil einer da heim verbliben, / schaffen sines huses ding, / das ist ein verlegener getteling MinneR52 28; die herren wâren alle komen, / von den ir ê habet vernomen, / die küenen getelinge Bit 6309 u.ö.; Rol 5714; tumber getelinc Neidh WL 35:6b,2; WeistGr 1,366 (vor 1341)
MWB 2 630,9; Bearbeiter: Richter