Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gesprinc stN.
2 bildl. ‘Ursprung, Ausgangspunkt von etw.’
3 ‘Getränk’
1 ‘Quelle, Brunnen’ ein gespring Agar irsach, / da was hin ir ungemach. / si gab dem sune trinken baz / und vulte wider ouch ir vaz HistAE 641; niwan ein wenic er da grub, / alzuhant man da entsub, / wie sich daruz ein wazzer hub / als ein richlich gesprinc PassIII 663,52; TvKulm 146; Eckh(Pf) 389,21. – ‘Wildbach’ in torrente: in dem gesprink VocAbstr 373 2 bildl. ‘Ursprung, Ausgangspunkt von etw.’ du [Gott] bist aller dinge begin / unde aller sache gesprinc HeslApk 11. 1031; doch ist ir [der Seele] wesen und daz gesprinc irre werke allermeist in dem herzen, alsô ist der vater ein angenge und ein gesprinc aller götlîcher werke Eckh 3:422,11; die andere wisheit ist [...] ein gesprinc der gotlichin clarheit und ein burne gotlicher warheit Parad 104,22; der wunder rink / ist ein gesprink, / gâr unbewegit stêt sîn punt Granum 3,9; HeslApk 13535. – metonymisch für das Ergebnis der Schöpfung, hier die Menschheit: da mac man wol pruven an / daz got menschlich gesprinc / minnete vor alle dinc HeslApk 473; des sal dich al irdisch gesprinc / und al himelische craft / eren daz du iz has geschaft ebd. 9040 3 ‘Getränk’ halt zu minen snitern dich. / mit en iz und mit en trink, / beide brot und daz gesprink HistAE 1821
MWB 2 588,11; Bearbeiter: Richter