Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
gespötte stn.
a. das entgegengesetzte von ernst. zuo dem êrsten hât er eʒ für ein gespötte, und dô er hôrte daʒ eʒ ernst was Zürch. jahrb. 59,11. 55, 37. Pf. Germ. 3,419.
b. verspottung, höhnende rede oder handlung, die von einem ausgeht oder die man erleidet. sînes gespottes schulden vil manege enkulden Genes. D. 32,5. eʒ was ein sprichwort manegen tac, swer gespotes gerne pflac, daʒ der ze gespote dîhet Teichn. 31. einem gespötte unde leit prüeven Nith. H. s. 126. lâ nicht geschên an mir diz valsche gespote Pass. K. 189,19. die vrowen heten ir gespote das. 173,24. si hielden gar ir gespote ûʒ sînen schônen worten trieben ihren spott damit das. 109,4. si hât in ir gespote unser gote das. 340,71. wenne junge liute ein kint touften in gespötte und in lahter Bert. 298,11. wie du dich lieʒe vüeren in einer dürnînen krône ûʒ und în ze gespote myst. 345,30. heten zu gespote den tempel und die abgote Pass. K. 533,15. diz was in gar zu gespoten das. 601,62.
c. was man verlacht oder verspottet. von iu ist eʒ unreht daʒ wir iwer gespötte sîn krone 65. a. eʒ ist ein gespöte daʒ hôhvertelîn dâ ir frouwen mit umbe gêt Bert. 397,15. vgl. 82,23. 96,30. 400,19.