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gesinge

ae. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gesinge n.

Bd. 5, Sp. 4117
gesinge, n. , verbalsubst. zu singen (s. d.). 11) das singen, der gesang: he sante in den munt mîn nûwen sanc, daʒ gesinge unsem gote. Trebnitzer ps. 39, 4 (14. jahrh.); gesing, frequens cantatio Frisch 2, 278a; das frohe gesing' (der vögel) am verhohlnen nestbau. Klopstock 2, 92; ein gesinge, ein geklinge. Brentano 5, 281. 22) im ironischen oder tadelnden sinne: fällt es ihnen ein, so hauen sie mit groszem gesinge alles grün nieder. Arnim 2, 42; diese beschreibungen enthalten nichts als das ewige gesinge der lerchen. Gellert 1, 310; wo unsere schauspielerinnen in ein wässeriges gesinge zerschmelzen. H. Heine der salon (1840) 4, 268, vergl. rhein. das gesingsel, schlechter gesang Wegeler Coblenz 247. 33) von schlechter dichtung: im anfange, als Gellert und Gleim noch neu waren, da fabelten oder liedelten sie (die ankündiger) ... und da es mit dem gesinge nicht fort wollte, da verlieszen sie die (ausrufer-)bank. Klopstock 12, 262; soll jener geistlichen und weltlichen liedeler gesinge für gesang gelten? Voss antisymbolik 1, 181. 44) allgemeiner, das gerede: der verfasser läszt sich in das gesinge und gesumse wider und für die religion gar nicht ein. Claudius 1, 18.
1207 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gesingesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    gesinge , sw. F. (n) nhd. Weib, Gattin E.: s. ge-, *singe L.: Hh 295

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gesingestv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    gesinge stv. das verstärkte singe. die müeʒen sô gesingen daʒ si ze fröuden bringen ir trûren Trist. 4815. daʒ er nie ge…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gesinge

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Gesinge , des -s, plur. car. das Singen, im verächtlichen Verstande. Ein elendes Gesinge. Ingleichen ein anhaltendes…

  4. modern
    Dialekt
    Gesinge

    Elsässisches Wb.

    G e sing e , G e sing e s [Kse Hlkr. ; Kses Dü. Str. K. Z. ] n. 1. wiederholtes Singen. 2. schlechtes, langweiliges Si…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gesinge

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gesinge 2 Analysen

ge- + singe

gesinge leitet sich vom Lemma singe ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gesingen+-e

Zerlegung von gesinge 2 Komponenten

ges+inge

gesinge setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gesinge‑ als Erstglied (1 von 1)

gesingen

FWB

1. ›singen, etw. (insbesondere im gottesdienstlichen oder im weiteren religiösen Ritual) singend vortragen; etw. deutlich sagen, mitteilen‹.…