Eintrag · Dt. Etym. Rechtswb. (Köbler)
Gerüft N.
Gerüft, N. ›(im mittelalterlichen Recht) durch Geschrei erfolgende Verlautbarung eines rechtswidrigen Geschehens (z.B. bei Vergewaltigung)‹, mhd. geruofede, geruof- te, N., ›Ruf, Nachrede‹, ahd. giruofti (10. Jh.), N., ›Ruf, Geschrei‹, giruoft (E. 8. Jh.), M., ›Ruf, Ausruf, Rufen‹, s. ge, rufen, die mnd. Form geruht führt nach spätmhd. Entlehnung (um 1500) zu nhd. Gerücht gesamt, Adj., ›gemeinsam, vollständig‹, mhd. gesament, gesamt, Adj., ›versammelt, vereinigt‹, PPP. von mhd. samanen, V., ›sammeln‹, s. sammeln