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Geratewohl

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Geratewohl

Geratewohl

geraten Vb. ‘gelingen, gedeihen, sich entwickeln’ und ‘(an einen Ort) gelangen, (in eine Situation, einen bestimmten Zustand) kommen’, ahd. girātan ‘beraten, beschließen’ (um 800), mhd. gerāten ‘raten, anordnen, gelingen, gedeihen, wohin gelangen, anfangen, entbehren’, asächs. girādan ‘verschaffen, ausführen, bewirken’, mnd. gerāden ‘zu etw. kommen, wohin geraten, anraten, gedeihen’, got. garēdan ‘Vorsorge treffen’. Die Präfixbildung, zunächst nur nachdrücklichere Variante des unter raten (s. d.) behandelten Verbs, zeigt seit dem Mhd. und Mnd. die heutigen Verwendungsweisen, die sich vielleicht an die für mhd. gerāten vereinzelt bezeugte Bedeutung ‘treffen’ (vgl. mhd. rāten ‘erraten, das Richtige treffen’) anschließen lassen. Im Sinne von ‘entbehren’ (mhd. und frühnhd. geläufig, nach mhd. rāt ‘Entbehrung, Verzicht’, s. Rat) tritt geraten im 17. Jh. literatursprachlich hinter (jetzt ebenfalls unüblichem) entraten zurück. Substantivierung einer imperativischen Wunschformel (vgl. mhd. wol gerāten ‘gut gedeihen’) ist Geratewohl n. (älter auch m.), nur noch lebendig in der Wendung aufs Geratewohl ‘auf gut Glück’ (16. Jh., daneben auf ein Geratewohl bis ins 18. Jh., auf Geratewohl bis ins 19. Jh.). entraten Vb. ‘entbehren, ohne etw. auskommen’, mhd. entrāten.
1273 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geratewohl

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    geraten Vb. ‘gelingen, gedeihen, sich entwickeln’ und ‘(an einen Ort) gelangen, (in eine Situation, einen bestimmten Zus…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geratewohl

    Goethe-Wörterbuch

    Geratewohl -th-, vereinzelt -d-, auch Klein- (u Getrennt)schreibung; ‘G’rathewohl’ 34 1 , 117,7 KuARheinMain idWdg ‘auf …

  3. modern
    Dialekt
    geratewohl

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    g e rat e wo h l [krûtwûl Logelnh. Geisp. ; krûtwôl Dunzenh. ; krôtwôl Ingenh. Betschd. ] mit vorangehendem uf od. uf ’s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geratewohl

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Zerlegung von geratewohl 2 Komponenten

gerat+e+wohl

geratewohl setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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APA
Cotta, M. (2026). „geratewohl". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geratewohl/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „geratewohl". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geratewohl/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „geratewohl". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geratewohl/pfeifer_etym.
BibTeX
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