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Gemö¹de

mhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Gemö¹de n.

Bd. 4, Sp. 183
Ge-mö¹de n. [verstr.] 1. Gesamtheit der psychischen und geistigen Kräfte eines Menschen. Häi hätt ’n geot Gemeute ist gutmütig, liebevoll (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — Sprichw.: En fröuh Gemait es biätter as de beste Apethäikerwar (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). En lustig Gemaite bejn liegen Buil ies ne gurre Gawe Guarres (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). — 2. geistig-seelisches Empfindungsvermögen; Empfänglichkeit für Gefühle erregende Eindrücke. Dat soll ihn noch ton Gemoite kommen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@LeopoldstalLt). — Ra.: Dann wett iam anners im Gemāite un im Geblāite er fühlt sich plötzlich unwohl (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü). Dat līt mi in’t Gemāite das liegt mir schwer auf dem Herzen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Met Gemoüt is ’e nich üewefloüdich behangen hat keinen Charakter (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Dat was em up’t Gemööd schlaon wirkte deprimierend auf ihn (WmWb). Sik te Gemōüte füöern sich an etwas gütlich tun (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). Sik to Gemoöde toin still, schwermütig über etwas werden; beherzigen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Hai hiat sik tat ’e Gemāite trocken nimmt es schwer (Kr. IserlohnIsl Is). ⟨-›mo¹de‹ [Ravensbg Wal], sonst -›mo¹t(e)‹⟩
1016 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gemœdestn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ge-mœde stn. eine abgabe, sporteln für die bestellung eines anwaltes Arn. 44 ( 1494, Nassau ). vgl. mêdeme?

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gemö̑den.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    gemö̑de (ü) , gewöhnlicher gemö̑te , n. , ( *° Plur. gemö̑ter ), Gemüt, Geisteskraft, Sinn, Sinnesweise, Gesinnung, Will…

  3. modern
    Dialekt
    Gemö¹den.

    Westfälisches Wb.

    Ge-mö¹de n. [verstr.] 1. Gesamtheit der psychischen und geistigen Kräfte eines Menschen. Häi hätt ’n geot Gemeute ist gu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemoede

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gemoede

ge- + mode

gemoede leitet sich vom Lemma mode ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von gemoede 2 Komponenten

gem+oede

gemoede setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gemoede als Zweitglied (1 von 1)

grôt(ge)mö̑de

MNWB

grot·gemoede

° grôt(ge)mö̑de , -mö̑te (-ü-) , n. , Großgesinntheit , Edelmut, magnanimitas. (S. d. folgende.)