Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gelenkig
gelenkig
Gelenk n. ‘bewegliche Verbindung von Knochen, von (Maschinen)bauteilen’, ahd. gi(h)lenki (11./12. Jh.), mhd. gelenke ‘der biegsame schmale Leib zwischen Hüfte und Brust, Taille’ ist eine Kollektivbildung zu ahd. (h)lanka (um 800), mhd. lanke ‘Hüfte, Lende’, eigentlich ‘Einbiegung, Stelle, an der man sich biegt’, dann auf alle anderen biegsamen Teile des Körpers übertragen, meist mit Angabe des betreffenden Körperteils wie Fuß-, Hand-, Hüft-, Kniegelenk. Ahd. (h)lanca und mhd. lanke (mit lenken und Flanke, s. d.) sind verwandt mit aengl. hlanc ‘schlank, dünn’, eigentlich ‘biegsam’, aengl. hlence, anord. hlekkr ‘Kette, Kettenglied’, hlykkr ‘Krümmung, Biegung’ und mit lat. clingere ‘umgürten, schließen’. – gelenkig Adj. ‘behende, flink in den Bewegungen’ (17. Jh.), Weiterbildung von gleichbed., heute selten gebrauchtem gelenk Adj., mhd. gelenke ‘biegsam, gewandt’, das in ungelenk Adj. ‘steif, schwerfällig in den Bewegungen’ (mhd. ungelenke) heute verbreiteter ist als erweitertes ungelenkig Adj. (18. Jh.). Gelenkigkeit f. (18. Jh.).