gehälde,
n. coll. zu halde,
alem. 11)
gegend mit bergigem abhang, gehäldete
gegend, haldung
oder heldung Dasyp. 348
c,
schweiz.: und bin des sins, das ich darumb mit minem gschosz well gon ins väld, ob ich ein thier etwan am ghäld, ein wildfang säch, den kündte jagen. Ruff
Ad. u. Heva 3870. 22)
laube, laubenartiges spalier, künstlicher laubgang (
s.halde 3
für laube, elsäss., schwäb.). 2@aa) das gehäld oder die lauben. Sebiz
feldb. 256;
topiarium, hüttle, gehäld
etc. Dief. 587
c aus Gesner;
topium, topiarium, gartengezierd mit kreutern gemacht, als da sind gehälden, hütten, sitzle. Golius
onom. (1582) 356;
topiarium, ein gezierd von bäumen oder stauden und bluomen zuosammen geflochten oder gewölbet, ein
gehelde in eim garten oder truoter (
topiarius ein geheld oder truoter macher). Dasyp. 247
c.
noch schweiz. ghäld,
gespr. ghäl,
geländer, spallier Stalder 2, 13
aus Bern, dem Aargau. 2@bb)
besonders in weingärten, weinbergen: jugatae vites, gehäld oder truoter reben. Dasyp. 106
b;
vitis jugata, canteriata, weinräb an einem ghäld mit dwerchstangen aufgericht. Junius
nom. 112
a; gehäld in weinräben (
d. h. im weinberge),
jugum, pergula in vineis, die weinräben auf das gehäld binden,
jugare vineam. Maaler 163
b;
auch ghält, gehelt: von weinreben ein ghält nn ging, daran manch schöner treibel hing. Wickram
bilg. 16
b; (weinreben) die waren gemacht zuo ghält und decken. 81; also soll man auch den krautgarten allezeit mit allerhand gehelt umbzäunen oder einfassen. Sebiz 168
u. o.; rebengehelt, gerüst da man d'reben aufricht,
canterius. Schönsl. s 5
c; rebengehälte Steinbach 1, 677.
schweiz. im 18.
jahrh.: jugum, gehäld in reben. Denzler 1, 367
b,
vergl.gehäldreben.
s. auch kamerte, kammerlatte. 2@cc)
auch gehäl (
eigentlich gehäll,
mit -ll
aus -ld),
wie jetzt ghäl
unter a, so schon im 16.
jh.: cantherius,
ordo vinearum, cum hastilibus in terram defixis singulae transversae perticae in unam tantum partem ordinis adnectuntur, ein gehäl oder truoter, da die stangen all auf ein ort geheldet seind in den reben. Dasyp. 24
c;
jugum in vinea, ein gehäl, ein truoter, 106
b;
zugleich mit einem versuch die entstehung zu erklären, der doch nicht ausreicht, s. gehäldet.