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gefräßig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gefräßig

gefräßig

fressen Vb. ‘Nahrung aufnehmen’ (von Tieren), ‘unmäßig, unkultiviert essen’, ahd. freʒʒan (8. Jh.), mhd. v(e)reʒʒen, asächs. fretan, mnd. mnl. vrēten, nl. vreten, aengl. fretan, engl. to fret (‘zerfressen’), got. fraïtan, mit dem unter ver- (s. d.) behandelten Präfix gebildet zu dem unter essen (s. d.) angeführten Verb (vgl. got. fra-itan), eigentlich ‘vollständig aufessen’. In diesem Sinne gilt das Verb in alter Zeit für jede Form der Nahrungsaufnahme; die oben genannte Bedeutung wird erst im Nhd. üblich. – Fresser m. ‘Schlemmer, Prasser’, mhd. vreʒʒer; vgl. gleichbed. ahd. freʒʒo (Hs. 12. Jh.), filufreʒʒo (10. Jh.) und frāʒ (10. Jh.), filufrāʒ (11. Jh.), s. Vielfraß. Fresserei f. ‘üppige, schwelgerische Mahlzeit’ (15. Jh.). Fraß m. ‘unschmackhaftes Essen’ (dafür auch die Substantivierung das Fressen), mhd. vrāʒ ‘das Essen, Fressen’, auch ‘Fresser, Gefräßigkeit’. gefräßig Adj. ‘mit übermäßiger Eßlust behaftet, gierig’ (16. Jh.); vgl. ahd. frāʒīg (Hs. 12. Jh.), mhd. vræʒec. Gefräßigkeit f. (16. Jh.), vgl. mhd. vræʒecheit. Fresse f. derb für ‘Mund’ (16. Jh.), nach der elementaren Funktion dieses Gesichtsteils. Fressalien Plur. ‘Lebensmittel, Eßwaren’ (19. Jh.), latinisierende Bildung der Studentensprache (vgl. Viktualien). Freßsack m. Vielfraß’ (19. Jh.), zuvor ‘Speise-, Futtersack’ (Adelung).
1314 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gefräßig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Gefräßig , -er, -ste, adj et adv. unmäßig im Essen, in der harten Sprechart. Der Hecht ist ein sehr gefräßiges Thier. S.…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gefräßig

    Goethe-Wörterbuch

    gefräßig 1 bezogen auf Lebewesen a von Tieren od als tierhaft gedachtem Wesen α alles (an)fressend: von (selbst Stein an…

  3. modern
    Dialekt
    (ge)frässig

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ( g e )frässig [frêsik Fisl. ; frásik Su. Obhergh. Mittl. Katzent. Rapp. ; kfrásik Hi. Banzenh. Pfast. ; kfrási Geisp. ;…

  4. Sprichwörter
    Gefrässig

    Wander (Sprichwörter)

    Gefrässig Er ist gefrässig wie ein Gerberhund. – Braun, I, 660; Körte, 1851.

  5. Spezial
    gefräßig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ge|frä|ßig adj. ingorde (-di, -dia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefraessig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gefraessig 3 Analysen

ge- + fraessig

gefraessig leitet sich vom Lemma fraessig ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gefraess+-ig ge-+frass+-ig

Zerlegung von gefraessig 2 Komponenten

gef+raessig

gefraessig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gefraessig‑ als Erstglied (1 von 1)

Gefräßigkeit

Pfeifer_etym

gefraessig·keit

fressen Vb. ‘Nahrung aufnehmen’ (von Tieren), ‘unmäßig, unkultiviert essen’, ahd. freʒʒan (8. Jh.), mhd. v(e)reʒʒen, asächs. fretan, mnd. mn…

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APA
Cotta, M. (2026). „gefraessig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gefraessig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „gefraessig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gefraessig/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gefraessig". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gefraessig/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gefraessig"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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