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gedaucht

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gedaucht

Bd. 4, Sp. 1982
gedaucht , 11) das alte rechte part. praet. zu dünken, mhd. gedûht, hatte sich doch bis ins 18. jh. im bewusztsein erhalten, z. b.: es hat mich gedaucht, als wäre es nur eine halbe stunde gewesen, oder es hat mir nur eine halbe stunde zu sein gedaucht. Ludwig 704; es hat dich nur so gedaucht. 470 (unter dünken), gestützt durch das engl. methought, das er daneben stellt. s. auch II, 836 noch aus Claudius, von Frisch 1, 211b doch schon als veraltet bezeichnet. 22) im 16. jh. aber auch für gedauchte, praet. zu gedünken (s. d.): darin ich mich nicht der schlimmste zu sein gedaucht. Schweinichen 1, 46; im ein schwerer und harter traum zustund, in gedaucht, wie er u. s. w. buch d. liebe 250c, es ist der alte ausdruck vom träumen, vgl. Walther 94, 29 und noch bei Geszner unter 3; in gedaucht, dasz er sich gegen gott verwirket hett. 275b, neben der vollen form: welcher mit im mocht zu reden kommen, der gedauchte sich seiner gesellschaft erfreuwet sein. 37b. 33) auch dauchte noch im 18. jh., bei einem Schweizer (vgl. II, 831 aus Gotthelf): und (Amor) gab ihm den traum, dasz ihn dauchte, wie er das ufer jener insel sähe. S. Geszner 4, 166; ihn dauchte, als hört' er antwort aus tiefer entfernung. 169; da daucht ihn, wie er über das meer hinschwebte. 168. Wegen der form däucht ist nachzutragen, dasz es ursprünglich einer jener conjunctive ist, mit denen man eine meinung o. ähnl. einem andern gegenüber vorsichtig, nur bedingt, bescheiden o. ähnl. ausspricht, wie ich will urspr. ein conj. war (gleich ich möchte), und wie noch jetzt z. b. ich dächte nicht, ich dächte doch; vgl. z. b. aus H. Sachs oben II, 832 iedoch deucht mich, es wer das best, worte einer tochter zur mutter, jetzt: ich dächte, es wär das beste, eigentlich: wenn ich förmlich gefragt würde, so 'wäre meine meinung'; also das ganze 'däuchten' ist aus einem conj. praet. hervorgegangen.
1891 Zeichen · 50 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gedaucht

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gedaucht , 1 1) das alte rechte part. praet. zu dünken, mhd. gedûht, hatte sich doch bis ins 18. jh. im bewusztsein erha…

  2. modern
    Dialekt
    gedaucht

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ge-daucht s. dauchen ;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedaucht

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Zerlegung von gedaucht 2 Komponenten

ged+aucht

gedaucht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — gedaucht kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „gedaucht". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gedaucht/dwb?formid=G03465
MLA
Cotta, Marcel. „gedaucht". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gedaucht/dwb?formid=G03465. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gedaucht". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gedaucht/dwb?formid=G03465.
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  author       = {Cotta, Marcel},
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