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gebrötet

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebrötet

Bd. 4, Sp. 1871
gebrotet, gebrötet, in eines brote stehend. 11) die alte form ist gebröt, gebrot. 1@aa) ohne umlaut: wo iemant derselben vogelherd .. allein für sich, seine geprote kinde, eehalten und gesinde geprauchen wolt. Nürnberger pol. 314, aus dem 15. jahrhundert; wie si das (die barchentweber ihre waare) in iren werksteten durch sich und ir geprote gesind machen. 188; si mit iren gebrotten eehalten. 220, handwerker mit ihren gesellen; ob iemant usz den husgenoiszen von node wegen nit kommen mochte (zum gericht), wie er das vornotboden (mit notboten melden) solle? ist die antwort: mit sime gebrodten gesinde ader mit eime gesworen boten. weisth. 5, 298, wetterauisch 15. jahrh., wo auch söhne mitgemeint sein mögen; die selben han mym gnedigen herrn sinen gebroten knecht in siner gnaden gerichte mit gewoppenter hant oberlaufen. Büdinger buszregister 1474 ff. hs. s. auch bei Scherz 188, Haltaus 598 fg., Grimm rechtsalt. 318, Lexer 1, 360 unter brœten. 1@bb) mit umlaut: es soll auch niemands ainichem man oder frawen, die nit sein geprOett zugehOerig sein, weder schilt u. s. w. (s. unter gebröte 2) .. und welche ietzo schilt .. haben, die inen ir protherren nit geben hetten, die sOellen sy abthun. reichsabsch. Augsb. 1500 D iijb, d. i. seine gebrötte zugehörige; gemietet und gebröt gesinde. Erfurter stadtordn. R 1b; einwoner oder ir gebröt diener. Erfurter conc. C iija; des schuldners gebröten ehehalten, gesinde. Frankf. ref. I, 49 § 3; so soll (beim todesfall) zuvorderst den taglönern und geprötten eehalten oder dienstleuten von wegen ires verdienten lidlons .. vor allen andern persönlichen sprüchen verholfen werden. Nürnb. ref. 1564 67b; (dasz er es) selbst bawe oder sonst durch seine gebrötte dienere bawen lasze. Lennep landsied. 2, 12, vom jahre 1571. s. auch bei Schm. 1, 253. 22) in voller form gebrotet, so in neuerer zeit, aber auch schon im 14. 15. jh., wie sie denn auch durch das -tt unter 1 angedeutet wird: ouch so ensal kein man bestellen .. (fremden) win zuo brengen adir zuo senden (in die stadt), her ensende denne .. sinen gebrodeten knecht darnach. Leipz. urk. 1, 49; mine gebrodeten knechte. Haltaus 599, vom j. 1412; gebrotete diener. Moscherosch, s. unter broten; alle auszerhalb der immunität wohnende gebrodete diener (des klosters), als schaf- und gänschirten. Möser osnabr. gesch. 1, 328; unter dem titel von dienstleuten und gebrodeten dienern. patr. ph. 2, 205, als übers. von ministeriales; gebrotetes gesinde, gebrötete diener. Adelung unter brötling. mnd.: brôdede gesinde, öfter als brôde g., s. Sch. u. L. 1, 425 fg.; unsen knechten .. de unse degelîkes gebrôdeden gesinde sint. P. Wigand denkw. beitr. 195 (14. jahrh.). 33) aber auch die herren hieszen so, die das brot geben: gebrödte herren. Schm. 1, 253; und welch jetzt schilt u. s. w. haben, die inen ire gebröten herren nit geben heten. reichsordn. 1539 48b, doch in ursprünglicher fassung ir protherren (s. unter 1, b). Da ist es aber als part. von bröten unmöglich, vielmehr tritt da ge- in seine alte kraft ein: gebröte plur. alle die, welche in éinem brote sind, éine haushaltung haben, der herr nach den alten begriffen vom hause mit eingerechnet, auch er neben dem protgesinde (Schm. 1, 253) als einer der protgenossen (das. 2, 710), d. h. die zusammen éin brot, éine kost genieszen, was eigentlich genosz allein schon bezeichnet. Ob es nicht ein adj. oder subst. mhd. gebrôt oder gebrôte, gebrœte, ahd. gibrôto, gibrôtio o. ä. gab? es hätte sein deckendes seitenstück in altfranz. compains (s.kumpan), das in compagnie noch heute nachlebt, und in goth. gahlaiba, s. sp. 1610 fg. im nl. wird gebrood wirklich auch als subst. gebraucht, wofür freilich ältere belege fehlen (s. das grosze nl. wb.), z. b. gebroodden van zijn huis, seine kostgänger, auch von tischgenossen überhaupt: haar arme gebrooden, convivae miseri (Juv. 6, 424). dasz die participform bis ins 14. jh. zurück deutlich vorliegt, stünde der annahme nicht im wege, weil solche einfache bildungen mit ge-, an denen die vorzeit überreich war, noch früher schon sich verdunkelten und in participia übertraten, wozu das ge- den ansatz bot, und hier auszerdem das -t, s. sp. 1612. 1621.
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    Neuhochdeutsch
    gebrötet

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gebrotet , gebrötet , in eines brote stehend. 1 1) die alte form ist gebröt, gebrot. 1@a a) ohne umlaut: wo iemant derse…

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Cotta, M. (2026). „gebroetet". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebroetet/dwb
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Cotta, Marcel. „gebroetet". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebroetet/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gebroetet". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebroetet/dwb.
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