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geblümt

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geblümt

Bd. 4, Sp. 1791
geblümt , mit blumen geziert u. ähnl., vgl. blümen. nl. gebloemd. 11) mit wirklichen blumen geziert, aus blumen gebildet u. ähnl., mhd. und nhd.: heide in grüener varwe lît, sost (ebenso ist) geblüemet berc unt tal. MSH. 1, 354b; do ganz der mei geblmet was. Herm. v. Sachs. mörin 22, wie bei nl. dichtern de gebloemde maand, blütenmonat; ja mancher sich des adels rhmt, den ist ir kranz also geblmt, das man sie bei den federn kent u. s. w. Waldis Es. IV, 49, 126, hier freilich bildlich und ironisch, von adel der den namen nicht verdient, doch ist der blumenkranz deutlich vorgestellt als ehrenzeichen, dessen art und wert man an seinen blumen erkennt, s. u. 2 und kranz II, 4, b; die geblümte ehrenpforte. J. Paul 21, 172; an geblümten borten (ufern) weiden. Rückert 11, 270 (mak. 1, 64). sonst beblümt, z. b.: hier muht die kuh auf gelbbeblümter au. Salis 1793 s. 93 (1808 s. 131, 1821 s. 82), nl. aber auch geelgebloemd. 22) gepriesen, gerühmt, herrlich, im 16. jahrh.: ein kürriser gar hoch bermbt, desselben lob was weit geplmbt. Teuerd. 77, 4; sein lob, des weisheit hoch geblmt. H. Sachs IV, 3, 118c. es war aus der mhd. sprache überliefert, geblüemet ursprünglich ohne zweifel von dem sieger dem der ehrenkranz aufgesetzt ward (s. darüber kranz II, 3, vgl. unter geben II, 4, d), daher dann blüemen bei den dichtern, einen preisen und gleichsam mit worten zieren als den ersten, den besten, den herrlichsten, geblüemet gepriesen, preiswürdig u. s. w., z. b.: durchsüeʒet und geblüemet sint die reinen frouwen, eʒ wart nie niht sô wünneclîches an ze schouwen u. s. w. MSH. 1, 267a, wo doch zugleich gemeint sein wird: blumengleich, wie aus blumen gebildet (nach 1). noch im 16. jahrh. war auch bloszes blümen dichterisch gebraucht für preisen. vgl. auch durchblümt. 33) von gewirkten, gemalten blumen u. ä.: geblmpt kleid mit kreisen wie schüszlen oder schilt (pl.), scutulata vestis. Maaler 159b, schon für gemustert überhaupt, der ausdruck muszte da schon alt sein; plumatus, gestickt, geblümt. Denzler 1, 594a; geblühmter zeug pannus floribus intextus, geblümtes kleid vestis picta. Steinbach 1, 138; in meinem geblümten kleide. Arnim 2, 242; das roth und weiszgeblümte halstuch von zitz. Immermann Münchh. 3, 165; groszgeblümte tapete u. ähnl. mnd. gebloemed n., geblümtes zeug: oft dar (auf dem markte) wat gudes gebloemedes (gen.) .. queme, willet mi doch ein ele v oft vj senden. Germ. 13, 205. geblümter tisch, eingelegter, table entaillée Rädlein 325a. 44) in der heraldik heiszen wappentheile, wie äste, geblümt, wenn die blumen sich durch besondere farbe abheben, franz. fleuri, nl. gebloemd. 55) mit worten wie mit blumen ausgeputzt: diese fabel weiset, das geblmte lügg leichtlich von der warheit überwunden werden. Steinhöwel Aes. 1569 56b, vgl.geblümen beschönigen (vgl. verblümt); so hat es des hülfemittels einer geblümten schreibart am wenigsten nöthig. J. E. Schlegel 3, 160; wie sehr ich den guten natürlichen ausdruck den geblümten feingedrechselten artigkeiten vorziehe (im briefe an sein mädchen). Voss br. 1, 226; er ist eigentlich dumm, und sucht seine geblümten redensarten aus den schlechtesten romanen zusammen. Tieck nov. 10, 47.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geblümt

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Geblümt , -er, -este, adj. et adv. das Mittelwort von dem veralteten Zeitworte blümen, mit Blumen versehen. Geblümte Zeu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    geblümt

    Goethe-Wörterbuch

    geblümt a mit Blumen, Blüten übersät, geschmückt; von Wiesen Aber bald zum Paradiese | Wird sie [ die abgeweidete Wiese …

  3. Spezial
    geblümt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ge|blümt adj. da ciüfs, florí (-ris, -rida).

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Ableitungen von gebluemt (1 von 1)

geblümte

DWB

geblümte , n. was die bienen zu ihrer nahrung eintragen, auch nutzung genannt, nach Adelung ' in einigen gegenden ' ; auch geblüme wird ange…

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Cotta, M. (2026). „gebluemt". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebluemt/dwb
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Cotta, Marcel. „gebluemt". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebluemt/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gebluemt". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebluemt/dwb.
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