Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gauding n.
gauding , n. zuerst bei Frisch 1, 324 a als dorfgericht, judicium agrarium ( vgl. übrigens gaugeding), aber sache und wort sind nicht hd., nur nd. ( daher auch ein mhd. göudinc anzusetzen, wie Lexer thut, unmöglich ist ) und es heiszt dort gôding, s. Sachsensp. 3, 91, Haltaus 732 und unter gau 1, d, es ist eig. das ding auf dem der ganze gau zu erscheinen hat (' conventus populi ' Haltaus a. a. o. ), abgehalten vom gaugrafen. 1 1) die nd. form wurde auch in niederdeutschem hochdeutsch fortgeführt, wie in gogericht, gografe u. a., z. b. in Westfalen: folget was man den ingesessenen des gogerich…