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gamen

ae. bis nhd. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

gamen stMN.

Bd. MWB 2 70, Sp. 7
gamen stMN. auch gam NvJer 7922 (s. Johansson, NvJer. S. 206); game KarlGalie 2039 (Konjektur). – selten stN. ( UvZLanz(K) 1071; GTroj 10512. 13101 ). 1 ‘heitere, frohe Gemütsstimmung’
2 ‘Vergnügen, Belustigung, Erheiterung’
2.1 allg.
2.2 ~ hân, machen
2.3 etw. ze gamene hân ‘sein Vergnügen, seinen Spaß an etw. haben’
2.4 etw. ist jmds. ~ ‘etw. bereitet jmdm. Vergnügen, macht jmdn. froh’
2.5 umschreibend
3 ‘Scherz, Neckerei’
   1 ‘heitere, frohe Gemütsstimmung’ die [Ritter] alle hetten fürsten namen, / riche gültt und hochen gamen GTroj 13284 u.ö.; swelch hôhe vürste nû hât [...] êre und wirde und werden gamen Boppe 1:9,2. alsus reyt Karlle in groessem gamen KarlGalie 13399; mit groesser blytschaff ind gamen ebd. 11024. 7728; die crichen alle sament riten / vnde stapheten in zv Troyge / mit schalle vnde mit joie [...]. / sie quamen mit gelfe vnde mit gamen Herb 1575. dô gienc ez ûz dem gamene [...], / swer in dâ wolde widerstân, / er muoste den lîp verlorn hân StrDan 3760 (vgl. gân 3.8). – verblasst: sie vrâgten in demselben gamen / nâch des jungen kindes namen Erlös 3017    2 ‘Vergnügen, Belustigung, Erheiterung’    2.1 allg.: Ysaac und Rebecca sament lâgen, / spileten zesamene mit chonlicheme gamine Gen 1105 (vgl. mit chonelicher wunne ebd. 1301 ). 746; der wirt [...] began sô sêre lachen [...] / und mohte sich des niht enthaben [...]. / siu [Braut] wolte wizzen dô bînamen, / wâvon kæme dirre gamen Häslein 420; [Elisabeth,] di durch milden gamen [Lust an der milte ] / den kinden brachte dise dinc [Spielsachen] Elis 3636; Dulcifl(N) 220    2.2 ~ hân, machen: wer in [Tristan] ye verriet, / der habe freide und gammen TristMönch 2094; ich weiz si [Sarah] des solich gamen hête daz si erlachete Gen 885; KarlGalie 10507 (Konjektur); der herzoge Walraben / der ervuor daz mære sân, / daz ez [das Turnieren] diu junk vrouw’ het’ getân / sô rehte wol in sînem namen, / unde hete von ir gamen Frauenturnier 324. – iron.: „ich mache dînen gamen” / sprach er „tâlank alsô grôz.” RvMunre 1312    2.3 etw. ze gamene hân ‘sein Vergnügen, seinen Spaß an etw. haben’ sînes vater [des entblößten Noah ( Gn 9,21ff.)] hônde hête er [Ham] ze gamine Gen 743; habe dir iz ze gamene Exod 1467    2.4 etw. ist jmds. ~ ‘etw. bereitet jmdm. Vergnügen, macht jmdn. froh’ ditz was aber Ysengrines gamen ReinFu K,1466; wir solten uns der sünden schamen, / nû ist ez gar der werlde gamen Freid 34,12    2.5 umschreibend: Maria [...] kúneglichen namen / gewan von spiles gamen WernhMl 1172    3 ‘Scherz, Neckerei’ die frauwe [Medea, von Jason umworben] begunde sich schamen, / doch vurtreip sie iz mit gamen / vnde wart ouch dicke vil rot Herb 728; der helt [...] enpfie di rede für ein gamen UvZLanz(K) 1071; NvJer 7922; im was al sîn nôt ein gamen UvZLanz(K) 1686; duͦrg gamen Elis 3369. sunder ~ ‘ohne Scherz, ernsthaft’, verblasst, als Versfüllsel: sie sungen alle sunder gamen: / ‘der hie kumet in godes namen, / gebenedîet ummer sî [...]’ Erlös 4625; Elis 4350. 3769; sunder spotes gamen ebd. 3331; sunder valschem gamen KarlGalie 13638

MWB 2 70,7; Bearbeiter: Bohnert

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gamenn, ae., st. N. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    gamen , n, ae., st. N. (a) nhd. Unterhaltung, Freude, Zeitvertreib, Spiel, Vergnügen Vw.: s. heall-, -widu* E.: germ. *g…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GAMENstm. stn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    GAMEN ( ahd. gaman Graff 4,206. Gr. 2,160 ) stm. stn. lust, spiel. die ne was sîn gamen nieht sie dünkte das keine sache…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gamen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gamen , gähnen: gamen, gahnen, gamatzen oder gewen, oscitare, hiare. voc. inc. teut. h ij a ; es kann nach der oberschwä…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gamen

13 Bildungen · 4 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

gamen‑ als Erstglied (4 von 4)

gamendrea

MLW

gamendrea v. MLW chamaedry(o)s. Staub

gamenen

KöblerMhd

game·nen

gamenen , sw. V. nhd. bespotten, sich belustigen, scherzen Q.: DvA (1250-1272) E.: s. gamen W.: nhd. DW- L.: Lexer 391b (gamenen), Hennig (g…

gamenwidu

KöblerAe

gamen·widu

gamenwidu , nwudu, ae., st. M. (u) nhd. Harfe E.: s. gamen, widu L.: Hall/Meritt 147b, Lehnert 98b

gamen als Zweitglied (8 von 8)

*congregamen

MLW

con·gregamen

* congregamen , -inis n. conventus — Gemeinschaft : MLW Trad. Salisb. I 1 p. 253,17 (a. 987) praesul data ... monastico ... -i congregamini …

*fatigamen

MLW

* fatigamen , -inis n. (fatigare) incommodum, offensio – Unannehmlichkeit, Ärger : MLW Chart. Brand. B I 172 p. 131,4 (a. 1277) propter -a f…

*gregamen

MLW

gre·gamen

* gregamen (grae-), -inis n. grex – Herde, Schar (in imag.) : MLW Epist. Teg. I 4 Liutoldo ... Wigo congregandi grę -is gaminis (grag- graga…

heallgamen

KöblerAe

heallgamen , st. M. (a) nhd. Unterhaltung in der Halle E.: s. heall (1), gamen L.: Lehnert 107a

Kryptogamen

Herder

Kryptogamen , griech.-deutsch, in der Botanik die blütenlosen Pflanzen, die auch ohne Samenlappen keimen, daher dasselbe was Akotyledonen (s…

Phanerogamen

Herder

Phanerogamen , aus dem Griech., bei Linné die Pflanzen mit deutlichen Befruchtungsorganen, im Gegensatz zu den Kryptogamen.

Ableitungen von gamen (1 von 1)

ergâmen

Lexer

er-gâmen swv. s. ergoumen.