Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
galgenbrief m.
galgenbrief , m. 1 1) brief, d. h. zettel mit dem urtheil über einen zum galgen verurtheilten, aber flüchtigen verbrecher, der an den galgen geschlagen wurde, vgl. bei Ad. Junghans kriegsordnung 1598 O 2 b : urkundlich mandat über verlaufene schelme, darvon mag man copei und abschriften machen, an die galgen und pranger zu schlagen, dann ( gleich mhd. wan, nur ) man darf keine siegel oder underzeichnete hand mit an galgen schlagen, nur den eingang mit hauptmans namen ( es handelt sich um kriegsrecht ) und hernach die scheltwort ( d. i. die begründung des urtels ). wil man sie in andern fürsten…