Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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gäse, f. fischname. 11) cyprinus jeses, der alant, 'in Preuszen, Pommern jese, göse, gäse, giese' Nemnich 2, 1363, gäse z. b. an der Oder Heynatz antib. 2, 4, gese bei Colerus u. a., östr. göse Höfer 2, 310, meisznisch jäse, jese, schles. jise, s. Popowitsch 210. 22) cyprinus vimba, gäse Nemnich 2, 1368. 33) bei Schönsleder V 3a 'gesen alosa, piscis', die else; vgl. gangfisch 2. 44) ob es ursprünglich slav. ist? die Wenden der Niederlausitz haben 'jas, die jähse' Zwahr 134; poln. aber ist jaź f., auch lautlich abweichend, vielmehr das rotauge, cyprinus rutilus, doch in laut und sache jenem verwandt, vergl. russ. jasch, cyprinus idus, der kühling, bei uns auch döbel, und auch der cyprinus jeses heiszt, wenn er klein ist, in Sachsen döbel (Nemn. 2, 1364), also landschaftlicher wechsel des namens bei ähnlichen fischen. dasz slav. j- von Deutschen auch als g- aufgefaszt erscheint, zeigt z. b. geze fischzaun (vgl. sp. 1391) cod. dipl. Sax. II, 1, xxv, böhm. jez, poln. jaz. anderseits klingt an schwed. gös m. der sander, norw. gjös, aber auch gjörs Aasen 225a.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschGäse
Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege
Die Gäse , plur. die -n, eine Art Fische, S. Adelung Alant .
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Kompositum 4
Sackgasse 3
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit gaese
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gaese‑ als Erstglied (1 von 1)
Gǟse, Gǟßel
WWB
Gǟse, Gǟßel Giersch → Gǟrse .