Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
gâcheila
Nom.Sg. ist überliefert), in Gl. vom 11. bis
zum 14. Jh.:
‚Schafgarbe; ambrosia, prunel-
la, consolida maior, centimorbia, symphyta‘
(Achillea Millefolium L.). Das Subst., ein aus
der Fügung gâhi heilen
‚schnell heilen‘ab-
geleitetes Femininum, ist im Ahd. nicht nur
für die
‚Schafgarbe‘verwendet worden, son-
dern auch für andere Heilpflanzen wie
‚Bein-oder
well‘
‚Braunelle‘. – Mhd. gachel, gahel
‚Schafgarbe; supercilium Veneris‘(auch
‚Klee; trifolium‘), älteres nhd. gachheil n.
‚Schafgarbe‘. Eine andere Bildung ist nhd.
Gauchheil
‚Anagallis L.‘. Das Vorderglied
setzt ahd. gouh, gauh, mhd. gouch
‚Tor,(neben
Narr‘
‚Kuckuck‘) fort. Die Pflanze
galt in der Volksmedizin als Mittel zur Be-
handlung von Geisteskrankheiten.