Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
furinomenes
‚völlig, ganz und gar, funditus‘, auch furinomesfurino
mesAWB, nur Notker und Gl. 2, 55, 5 (2 Hss.,
10. Jh., alem.):
‚dss.‘, auch
‚penitus, in finem,(mhd. vürnamens, auch vürna-
usquequaque, omnimodo, im eigentlichen
Sinne, proprie‘
m[e]s, vor-, vernomes usw.). Das Adverb ist
aus dem Gen.Sg.Neutr. des Part.Prät. furino-
man zum st. v. furineman (refl.)
‚sich auszeich-gebildet (s. d.; zu Adverbien,
nen, hervortreten‘
die durch Kasusformen von Adj. gebildet wer-
den, vgl. Braune, Ahd. Gr.15 § 269). Bei Not-
ker und in diesen spätalem. Glossen wird der
schwach betonte Vokal nach einer Nebensilbe
synkopiert (fúri-nòm[e]-nès; vgl. Braune,
a. a. O. § 66 Anm. 2) und -mn- wird (wohl über
-mm-) vereinfacht. Im Mhd. dagegen wird
diese Silbe gewöhnlich bewahrt, mit Verlust
des letzten Vokals (vürnamens, aber auch sel-
tener -nam[e]s, -nomes; s. o.). Der Vokal -a-
statt -o- ist viell. durch Kontamination mit na-
men
‚namentlich, besonders‘(Lexer II, 33) zu
erklären.