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fulda

ahd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fulda f.

Bd. 4, Sp. 481
fulda, f., der name des bekannten aus der Rhön kommenden flusses, aus dessen vereinigung mit der Werra die Weser entsteht, findet sich von Jacob Grimm mit hinweisung auf GDS. 574 für das wb. aufgezeichnet und sollte demnach in demselben, wie anzunehmen ist, besonders angeführt werden. er kommt bei den Römern, auch bei dem geographus ravennas noch nicht vor; erst im 8. jh. und der darauf folgenden zeit erscheint, gleichviel ob von dem flusse oder dem an diesem liegenden und deshalb nach ihm benannten kloster, Fuldâ, Fultâ, Vuldâ, Vultâ, auch einmal Foldâ (Förstemann 2, 538), welchen formen, da â aus aha, wasser, flusz, zusammengezogen ist (s.aa 1, 4), die neben ihnen vorkommenden Fuldaha, Fultaha, Vuldaha, Vultaha, Voldaha (Förstemann 2, 537 f.) als die älteren vorausgehn. das d, wo es in der alten schreibung steht, ist ganz dem alts. folda, ags. folde, altn. fold, = erde, land (3, 1475), gemäsz, welches den ersten theil des namens bildet; im ahd., wo dieses wort bis jetzt nicht aufgefunden ist, würde fulta, folta gesagt worden sein, wonach sich dann unter jenen formen des namens, der so viel als landflusz bedeutet, als die eigentlich althochdeutschen Fultaha, Fultâ ergeben. auffallend aber bleibt, zumal da sich, worauf Jacob Grimm aufmerksam macht, slavische ansiedler den Main entlang bis ins Fuldische niederlieszen, dasz in den ann. fuld. bei Perz 1, 385 Fuldaha die böhmische Moldau bedeutet, die bei den Slaven selbst Wltawa, Wletawa heiszt, s. GDS. a. a. o., wo noch weitere ausführung. schwerlich ist hier bei der berührung des deutschen und des slavischen flusznamens zufälliges zusammentreffen anzunehmen, vielleicht eher dasz die Slaven den deutschen flusznamen in Böhmen vorgefunden und ihn in ihrer sprache umgebildet habengen.
1774 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    Fulda

    Althochdeutsches Wörterbuch

    Fulda Gl 4,392,31 s. Eigennamen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    fuldaf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    fulda , f. , der name des bekannten aus der Rhön kommenden flusses, aus dessen vereinigung mit der Werra die Weser entst…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fulda

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Fulda , Fluß, in der bayer. Provinz Unterfranken entspringend, wendet sich nach Kurhessen, wird bei Hersfeld schiffbar, …

  4. modern
    Dialekt
    FuldaON

    Westfälisches Wb.

    Fulda ON Hessen. — Fuldauers (Pl.) Straßenmusikanten, die Blasmusik machten [ Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bot…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fulda

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

fulda‑ als Erstglied (9 von 9)

Fuldaer

RhWBN

Fuldaer -dǫ˙u.ər Waldbr-OAgger , Gummb-Lantenb , Lennep-Radevormwald , Ess-Werden Pl.: wandernde Musikanten.

Fūldāge

WWB

Fūl-dāge Pl. Ferien, arbeitsfreie Tage; Urlaub (KKWB).

fuld(a)isch

GWB

fulda·isch

fuld(a)isch einmal Kleinschr GWB B28,263,5 (ehemals) zu den Landesteilen von Fulda (bis 1803 Fürstbistum, danach unter wechselnder Herrschaf…

Fulda, Ludw.

DWBQVZ

Fulda, Ludw. *1862 Frankfurt/M. †1939 Berlin.

Fulda, Ludwig

Meyers

fulda·ludwig

Fulda, Ludwig , Dichter und Schriftsteller, geb. 15. Juli 1862 in Frankfurt a. M., studierte in Heidelberg, Berlin, Leipzig germanische Phil…

Fuldamp

WWB

ful·damp

Ful-damp m. Volldampf. Fuldamp gïemm’m ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl ).