früsseln
-:s- Rip (
s. fruteln)
schw.: 1. im Schmutze wühlen, vom Schweine;
em Dreck (Matsch) fr. auch von Menschen Allg. —
Der Plog frösselt em Boddem Monsch-Höfen. —
En der Nas fr. bohren mit den Fingern Allg.;
du frössels jo e jen Nas, als wann de en e Bergwerk dra wirsch Aach-Walh. — Im Garten oberflächlich, nur so wühlend graben;
dat ös noch ens e Fr. met dech; graf doch deper! ebd., Allg. — An etwas (herum)fr., heftig betasten, mit den Händen untersuchen Monsch; in etwas (herum)fr., wühlend durchsuchen Allg.; etwas
durchenenfr. durcheinanderwühlen beim Suchen Allg. — 2. mit Geräusch, Bewegung, stark, übermässig arbeiten wie ein Wühler, je nachdem auch lobend gemeint; doch meist verurteilend, in der Arbeit sich nicht genug tun können, in der Arbeit wühlen und doch nichts Ordentliches zustande bringen; hastig oder nervös tätig sein; so klagt der Vielbeschäftigte bei mühsamer, andauernder, starker Arbeit:
Mer moss der ganze Dag fr. (sech am fr. hale) Allg.;
de frösselt sich noch zom Schänzchen Köln;
mer frösselt su lang, bös mer net mih kann; du frössels dech jet zesamme; de frösselt Johr us on J. en on küt doch ze necks Allg. — Ungeschickt arbeiten u. dadurch einen Wirrwar herbeiführen Allg. — Leichte Arbeit im Garten verrichten Allg. — An etwas (herum)fr., ohne Zweck oder zweckwidrig herumarbeiten Allg. — Etwas
enanderfr. unordentlich zusammenwickeln, verwirren; etwas
herenfr. unordentlich in einen Behälter hineinpressen; sich
herusfr. sich aus widrigen Verhältnissen heraus-, emporarbeiten; sich ein Tuch
öm de Hals fr. unordentlich um den Hals wickeln Allg. — Unordentlich essen Grevbr-Wickr. — 3. das Stoppelfeld leicht mit dem Dreischar pflügen, lockern vor dem eigentl. Pflügen Sieg, MülhRh, Wippf, Altk, Schleid-Nierf, Erk KlGladb. — 4. sich fr. a.
sech henger enen fr. sich aus einer Menge heraus einem anschliessen Köln. — b. sich ringen Düss-Serm. — Abl.:
die Frösselerei, dat Gefrössels (auch Durcheinander von Gegenständen),
der Frösseler, frösselig arbede; sich zerfr.