Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fröd
fröd , ganz ungewöhnliche, wol dem nl. vroed, das aber vrud ausgesprochen wird, nachgeahmte form, also dem ahd. mhd. fruot, goth. frôþs entsprechend: bald kömmt der fröde herbst mit seinen kranken lüften, mit dem ( für den, denen) er alle zier weisz tödlich zu vergiften. Fleming 124 . obschon hier dem herbst nachtheilige wirkungen beigelegt werden, kann die bedeutung des epithets keine ungünstige sein, fruot drückt sonst klug, weise, wacker aus, der herbst, wenn er auch nebel und kühle mit sich führt, darf dennoch der heilbringende, fruchtbare heiszen, und dergleichen etwas musz der dichter in…