Hauptquelle · Westfälisches Wb.
fröchten V.
fröchten V. [SWestf, sonst verstr.] 1.1. vor jmdm., vor etwas Angst haben; Unangenehmes ahnen, befürchten. Ick fröchte de Arwett nit ( Bri Ah ). — Sprichw.: Wann de Osse noch Schlehe (Schläge) fröchet, dann es hei noch nit verduarwen ( Alt Oa ). — 1.2. (+ sik ) Furcht empfinden, Angst haben. De Junge frechtet siek ver der Strofe ( Olp Kv ). Ek fröchte mui nich vör der Duisternisse (Lippe OE-STERH). Ungeziefer fürcht’ sük nich ( Bch Lr ). — 2. vor jmdm. Ehrfurcht haben; eine Autorität anerkennen; gehorchen [bes. SWestf]. Hāi well nit fröchten ( Isl Is ). Hai kann schlecht fröchen ( Alt Ha ). — …