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Fricke

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Fricke

Bd. 7, Sp. 102
Fricke (Frikke), 1) Friedrich Wilhelm, pädagogischer Schriftsteller, geb. 4. Dez. 1810 in Braunschweig, gest. 28. März 1891 in Wiesbaden, studierte 1833–37 in Göttingen, wo er 1837 nach Herbarts pädagogischen Ideen eine Erziehungsanstalt gründete, leitete 1841–52 die Realschule in München-Gladbach, weilte dann länger in Belgien und Frankreich und ließ sich 1854 in Wiesbaden nieder, wo er als Rektor die Leitung der höhern Töchterschule sowie nebenamtlich Unterricht in der herzoglichen Familie etc. übernahm. 1870 zog er sich auf sein Landgut Maienbrunn bei Bamberg zurück, siedelte aber 1875 wieder nach Wiesbaden über. Er gab heraus: »Deklamatorik« (Mainz 1862, 2 Tle.); »Weltgeschichte in Gedichten« (1862); »Sittenlehre« (Gera 1872); »Die Überbürdung der Schuljugend« (Berl. 1882); »Erziehungs- und Unterrichtslehre« (Mannh. 1882); »Prinzessin Ilse. Ilsensage und Ilsensprüche« (Stuttg. 1883). Als Verfechter der rein phonetischen Rechtschreibung gründete er 1876 den »Ferein für vereinfachte deutsche Rechtschreibung«, dessen Zeitschrift »Reform« er (seit 1879 mit Lomeier) herausgab, und 1885 den Verein zur Verbreitung der Lateinschrift. 2) Gustav Adolf, protest. Theolog, geb. 23. Ang. 1822 in Leipzig, studierte daselbst, habilitierte sich 1846 in der theologischen und philosophischen Fakultät und wurde 1849 außerordentlicher Professor der Theologie, 1851 ordentlicher Professor der Theologie in Kiel, 1865 Oberkatechet an St. Petri in Leipzig. 1867 trat er als ordentlicher Professor in die theologische Fakultät zu Leipzig. F. ist zugleich Vorsitzender der Meißener Konferenz und des Zentralvorstandes des Gustav Adolfs-Vereins. Außer zahlreichen Predigten sind unter seinen Schriften zu nennen: »Kirchengeschichte der ersten acht Jahrhunderte« (Leipz. 1850); »De mente dogmatica loci Paulini ad Rom. 5. 12 sq.« (das. 1880); »Das exegetische Problem im Brief Pauli an die Galater, Kap. 3,20« (das. 1880); »Der paulinische Grundbegriff der δικαιοσύνη ϑεού« (das. 1888); »Ist Gott persönlich?« (das. 1895).
2027 Zeichen · 34 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    frickef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    fricke , frecke , f. eine alte göttin, sp. 94.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fricke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fricke ( Frikke ), 1) Friedrich Wilhelm , pädagogischer Schriftsteller, geb. 4. Dez. 1810 in Braunschweig, gest. 28. Mär…

  3. modern
    Dialekt
    Fricke

    Nachträge (Rheinisch)

    Fricke -k vereinz. May-Kehrig f.: bis zum Halse reichende Wolljacke.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fricke

12 Bildungen · 12 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

fricke‑ als Erstglied (12 von 12)

frickelig

RhWB

frickelig -e- Sieg-Fussh Adj.: widerspenstig.

Frickel II

RhWB

Frickel II -i-, Pl. -ələ Siegld n.: ausgelassenes, junges Mädchen, Backfisch; in Siegen bes. aufgeputztes, etwas kokettes, vornehm tuendes M…

Frickel III

RhWB

Frickel III -ig- Viersen m.: sehr hagerer, langer Mensch. S. Frackel.

frickeln I

RhWB

frickeln I = junges Schweinchen werfen s. Frickel II.

frickeln II

RhWB

frickeln II -i- Aach schw.: zaubern, nach dem Taschenspieler Frickel.