Folium fast durchweg lat flektiert (s aber 2 a); überwiegend Kleinschr; Hauptmasse der ca 140 Belege in 2 b (Amtl Schr, Br u Tgb); in 1 fast stets im Pl 1
botan: Blatt, öfter iZshg mit der Lehre von der Metamorphose der Pflanze Monocotyledonen .. Einfache Stengelblätter, (Folia) vom spitzigsten der Gräser biß zum rundesten der Nymphäen GWBN13,66,9 Morph Plp die Cotyledonen .. Folia und nodus sind die ganze Pflanze, die lasse man nun wachsen und sich entwickeln, und alles wird congruiren GWBB45,250,19 EHFMeyer 23.4.29 GWBN13,125,3 Morph Plp
uö spezielle Vbdgn: ‘F. compositum’, pl Zweige von einem Rosenstocke oder sogenannte Folia Composita aus mehr oder weniger kleineren Blättern zusammengesetzt LA II 9A, 120 M79,113 MetamPfl Plp GWBN13,90,12 u 132,17 Morph Plp
‘F. florale’, meist im Pl unveränderte Stengelblätter gleich unter der Krone zu einer Art von Kelch zusammengerückt .. welche sie [
die botan Terminologie] mit dem Namen Blüthenblätter, Folia floralia
1), bezeichnet hat GWBN6,42,14 MetamPfl 34 GWBN13,128,14f u 17 Morph Plp N(Corpus V B,35 Nr90) Morph Plp
uö ‘F. radicale’, pl Die obern [
Kotyledonen] könnte man auch Samenblätter (folia seminalia), Wurzelblätter (folia radicalia), obere Kernstücke nennen GWBN7,23,12 Morph Vorarb 3
‘F. seminale’, pl Samenblätter, Blattgebilde am Keim Wie der aufsteigende Keim [
der Wicke] sich entwickelt, erscheinen gleich kleine schmale Hülfsblättchen, welche dem dahintersteckenden Auge und künftigem Zweigelchen eben denselben Dienst leisten, welchen nach meiner Meinung die oberen Cotyledonen oder folia seminalia dem ganzen aufsteigenden Stiele leisten GWBN7,29,14 Morph Vorarb 3 GWBN13,31,7 Morph Plp
uö 2
Papierblatt, gewöhnl eines Manuskripts a
pl ‘Folia’ bzw im Gen/Dat ‘Folien’: eine best Reihe od Zahl von Blättern Ich schicke das Manuscript [
der ‘Propyläen’] größtentheils auf gebrochnen Bogen geschrieben .. Der Bogen A fängt mit Laokoon an, und so geht der Druck fort wie die Folia des Manuscripts ausweisen GWBB13,230,2 Cotta 25.7.98 GWBB23,283,4 Ridel 15.2.13
uö(selten) b
im Verweis auf eine best Stelle od Passage eines Textes; stets abgekürzt: ‘fol./Fol.’ (= folio), gelegentl auch ‘f.’, vereinzelt ‘Fl.’; auch in Vbdgn wie ‘fol. .. sqq.’, ‘Fol. .. u. ff.’ usw Indem ich das Manuscript [
AWSchlegel ‘Über Shakespear’s Romeo und Julia’] zurückschicke, merke ich nur an, daß Hofrath Schiller die Stelle Fol. 4 deshalb angestrichen, weil sie ihm nicht verständlich ist .. GWBB12,161,2 AWSchlegel 14.6.97 A2,361,4 Aktenausz [nach 8.11.93] GWBB46,260,9 Börner 7.3.30 K A(GJb11,75) CarlAug 25.2.85 [KriegsKomm] GWBB51,193 Voigt 29.4.06
uö in der Angabe von Stellen auf Korrekturbögen GWBB16,182,5 Cotta 7.2.03
→ °androsaemifolius °angustifolius °aquilegifolius °bifolius GWB
caprifolius GWB
centifolius GWB
cheirifolius GWB
cordifolius GWB
curtifolius °ericifolius GWB
erucaefolius, erucifolius GWB
flacourtifolius GWB
hederifolius hieracifolius GWB
hypericifolius GWB
integrifolius GWB
latifolius GWB
linifolius GWB
millefolius GWB
nepetifolius GWB
opulifolius GWB
persicifolius GWB
pimpinellifolius GWB
porrifolius quadrifolius GWB
quercinifolius GWB
quinquefolius GWB
rotundifolius GWB
salicifolius tenuifolius trifolio GWB
Trifolium trifolius GWB
Zentifolie Syn GWB
Blatt 1) vgl LA II 9A,545: “Gemeint sind Hochblätter, die in die Region des Kelches aufgenommen sind, nicht Blütenblätter im Sinn der Blütenkrone”Georg Objartel G. O.