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flûmîn

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

flûmîn

pflûmfedarîn*AWB adj., Gl. 3,664,47/48
(13. Jh.): ‚mit Flaumfedern gefüllt; plumacium
(mhd. pflûmvederîn adj. ‚von Flaumfedern‘,
frühnhd. pflaumfedern adj. ‚mit Flaumfedern
gefüllt‘). Ableitung mit dem Fortsetzer des Suf-
fixes urgerm. *-īna- zur Bildung von Stoffadj.
S. pflûmfedara, -în¹. – pflûmidônAWB sw.v. II, Gl.
1,314,17 (11. Jh.; vgl. Blech 1977: 100): ‚bunt-
farbig sein‘, nur part.prät. giplûmidôt ‚bunt
gefärbt, bunt gewebt; polimitus [= polymitus]‘.
Nach Franck [1909] 1971: § 29 ist das Wort aus
mlat. *plumidare < *plumitare entlehnt, das
wohl eine Mischform aus lat. plūmāre ‚mit
Flaum, Federn bedecken‘ und polymitāre ‚bunt
färben‘ ist. – pflûmînAWB, flûmîn adj., Gl. 2,679,52
(1. Viertel des 12. Jh.s, alem.): ‚flaumig, mit
Flaum versehen; iuvencus‘ (frühmndl. plumin
adj. ‚federn‘ [a. 1236], mndl. plumijn adj. ‚dss.‘).
Da insbesondere junge Tiere durch ein flau-
miges Fell (in der Gl. ist ein junger Stier ge-
meint) oder Federkleid charakterisiert sind, hat
der Glossator pflûmîn im allgemeineren Sinn
als ‚jung [von Tieren]‘ verwendet (vgl. H. Tie-
fenbach, BNF 11 [1976], 216 f.). Das Stoffadj.
ist wie pflûmfedarîn (s. o.) mit dem Fortsetzer
des Suffixes urgerm. *-īna- gebildet. S. -în¹. –
pflûmkussîn* n. a-St., Gl. in Trier 1124/2058
(Ende des 12. Jh.s oder 14. Jh.; vgl. St. Stri-
cker, in Schützeichel 1991: 332. 343): ‚Feder-
kissen; plumacium‘ (mhd. pflûmkussen st.n.
‚mit Flaumfedern gefülltes Sitzkissen‘, früh-
nhd. pflaumkissen n. ‚mit Flaumfedern gefülltes
Kissen‘; mndd. plūm[e]küssen n. ‚mit Federn,
Daunen gefülltes Kissen‘; mndl. pluumcussen
n. ‚dss.‘). Das Lehnwort lat. plūma ‚Feder‘ ist
im Ahd. nur in Ableitungen und Komp. be-
zeugt. Deshalb ist nicht sicher zu entscheiden,
ob es sich bei pflûmkussîn* um ein Klammer-
komp. oder Determinativkomp. mit subst. VG
und HG handelt. S. pflûmfedara, kussîn. – pflûmlîhpflûm
lîhAWB
adj., Gl. 1,330,50 (3. Viertel des 11. Jh.s). 51
(10. Jh.). 52 (2. Hälfte des 10. Jh.s). 52/53 (Hs.
1. Hälfte des 12. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags un-
bekannt, alle bair.). 336,28 (Ende des 8./An-
fang des 9. Jh.s, alem.): ‚flaumfederartig [be-
zogen auf Brokat, in den Gold im Muster von
Flaumfedern kunstvoll eingewirkt ist]; pluma-
rius‘ (vgl. Müller-Frings 1966–68: 2, 399. 400).
Desubst. Ableitung (vgl. Schmid 1998: 335). S.
pflûmfedara, -lîh. – Ahd. Wb. 7, 278; Splett,
Ahd. Wb. 1, 216
. 705; Köbler, Wb. d. ahd. Spr.
860; Schützeichel⁷ 250; Starck-Wells 462. 828;
Schützeichel, Glossenwortschatz 7, 283.
2569 Zeichen · 124 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    flûmîn

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    pflûmfedarîn*AWB adj., Gl. 3,664,47/48 (13. Jh.): ‚mit Flaumfedern gefüllt; plumacium‘ (mhd. pflûmvederîn adj. ‚von Flau…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flumin

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von flumin

flum + -in

flumin leitet sich vom Lemma flum ab mit Suffix -in.

Zerlegung von flumin 2 Komponenten

flu+min

flumin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

flumin‑ als Erstglied (3 von 3)

fluminalis

MLW

fluminalis , -e. fluvialis – Fluss- : Tract. de caus. mul. 23 ad decursionem matricis albam cancrus -is fluminalis conbustus bibat in pocion…

flumineus

MLW

flumineus , -a, -um. fluvialis – Fluss-, des Flusses : 1 flumini proprius – dem Fluss eigen : Flor. Lugd. carm. 9,32 -us flumineus ... canat…

fluminus

MLW

flu·minus

* fluminus , -i m. script. et form.: fru-: MLW l. 42 . sing.: nom. -menis: MLW l. 32. gen. -menis: MLW l. 40 . abl. -ę: MLW l. 32 . fluvius,…