Eintrag · Rheinisches Wb.
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Floz II, Flöz Rhfrk -ōts u. -ē- [Saarbr-Sulzb -ęts; Simm-Manneb -ētš]; OMosfrk, ODaun durchweg -ū:-; WMosfrk -ī:- [Trier-Ld -ē:-]; Prüm hier u. da -o·u.-; sonst in WDaun, Prüm, Malm, Bitb -uks u. -iks (letzteres z. B. in Bitb-Betting Kyllbgw, Prüm-Burb Leidenborn) [-uks u. -uts Bitb-Wiersd]; Rip -ȳ:ts [MülhRh hier u. da, Ahrw-Remag, Bergh-Hüchelhv -ū:-; Monsch-Rohren -ø-]; Altk-Wissen -ȳ:tsə (Sg.); Siegld -ēətsə; Kemp -ȳ·ə.t (in bes. Bed.); sonst Nfrk -ō:t, –ō- [Düss -ō:ts]; Pl. -tsər, –tsə(n) n. [f. Goar-Weiler, Wittl-Binsf, Bitb-NWeis Wiersd, Prüm-Ringhuschd, Monsch-Rohren, Bo-Alfter, Bergh-Hüchelhv, MülhRh, Altk, Siegld; m., f., n. Nahe]: 1. das Heranschwimmende. a. das mit dem Wasser Angeschwemmte, Reiser, Steine udgl. Wittl-Binsf, Bitb-Geichl, Daun-Esch (Schlamm im Teiche). — b. Holzfloss auf dem Rheine, bestehend aus Stämmen, Böden (leichte, kurze St.), Stümmel (abgeschnittene Stücke), Tengel (dünne St., an verschiedenen Stellen quer über die St. des Fl. genagelt), Gewied (junge, dünne, paarweise zusammengedrehte Stämmchen, quer über den St.), Traglappen die vorn u. hinten angebrachte Steuerungsvorrichtung, bestehend aus einem 15 m langen Rundholz, auf dessen einem Ende ein Brett genagelt ist; dieses Rundholz ruht mit seiner Mitte in einem Kammnagel, einer u - förmigen Klampe, die auf dem Grundholz (Lochholz) festgeschraubt ist; das Gr. ist der Querbalken, welcher das Kopf- oder Hinterende des Fl. zusammenhält; soll das Fl. seine Richtung ändern, so wird dies mittels des Traglappens bewirkt, dessen Blatt ins Wasser gelegt wird, während der Knecht seine Schulter gegen das andere Ende stemmt u. auf diese Weise den Traglappen in der erforderlichen Stellung erhält; Hessenland! Befehl nach dem rechten Ufer zu, Frankreich! nach dem linken U. zu; Hund auswerfen Anker auswerfen; die Bemannung besteht aus Meister, Ankerknechten (Flössern), Russen (Aushilfsarbeitern), Koch. — c. primitive Ponte, wie kleine, geschlossene Fässer, zusammengehalten durch zwei Balken, worauf Bretter genagelt sind; dies Fluz wird an einem über den Fluss gespannten Seile entlang über den Fluss gezogen Neuw-Datzeroth; flōts u. flōt; he makt sech en Fl., he well scheppere Mörs, Rees. — d. übertr. α. de Grumbern leien op er Flez beim Ansmachen in einer breiten Spreite hinter dem Ausmachenden Wittl-Muhlb. — β. en Fluz Brut grosses, langes, breites Stück Br. Neuw-Dattenbg. — 2. Graben, Rinne, in denen Wasser fliesst. a. kleiner Bewässerungsgraben der Wiese Malm, Prüm, Bitb, Daun, Koch-Bertrich Leienkaul, Zell-Enkirch Senh, May-Bell, Goar, Kreuzn, Meis, Wend. S. auch Floss (-ǫ-). — b. Flöz die verschiedenen Teile der Wiese, die durch Wassergräben getrennt sind Monsch-Rohren. — Fluz spilen die Klicker in eine Kaule werfen Merz. — c. Graben, vom Wasser durch ein Feld gerissen Rhfrk, Mosfrk. — d. -ȳ·ə.t Graben, um Regen u. Abwasser fortzuleiten Kemp; in Kemp-Vorst steht Flüət für Bach. — e. -ēətsə auf dem Fussboden sich hinziehender Wasserstreifen, meist vom Urin kleiner Kinder Siegld. — 3. -ęts, Pl. -tsər Saarbr; -uts, Pl. -tsər Ottw.-Uchtelfang; -ȳ:ts, Pl. -tsə Rip: Kohlenfl. RA.: Et Fl. blöht das Fl. ist etwas feucht, nässt Wormgeb. — Ein anderes -ō- als Abl. von flozen II (s. d.).
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DialektFloz II
Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg
Floz II, Flöz Rhfrk -ōts u. -ē- [ Saarbr-Sulzb -ęts ; Simm-Manneb -ētš ]; OMosfrk, ODaun durchweg -ū:- ; WMosfrk -ī :- […
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Cotta, M. (2026). „flozii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/flozii/rhwb?formid=F04725
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Cotta, Marcel. „flozii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/flozii/rhwb?formid=F04725. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „flozii". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/flozii/rhwb?formid=F04725.
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