Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Fließband
Fließband
fließen Vb. ‘strömen’, ahd. flioʒan ‘fließen, schwimmen, flüssig sein’ (8. Jh.), mhd. vlieʒen ‘fließen, strömen, schwimmen’, asächs. fliotan, mnd. vlēten, mnl. nl. vlieten, aengl. flēotan, engl. to fleet, anord. fljōta, schwed. flyta gehen auf ie. *pleud-, Dentalbildung zu ie. *pleu- ‘rinnen (und rennen), fließen, schwimmen, schwemmen, gießen’, Erweiterung der Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, (ein)füllen, fließen’, zurück und sind verwandt mit aind. plávatē ‘schwimmt, gleitet’, griech. plé͞in (πλεῖν) ‘segeln, schwimmen’, lat. pluere ‘regnen’ (aus *plovere, vgl. archaisches perplovere ‘durchsickern lassen, leck sein’). Zur gleichen Wurzelerweiterung gehören Flosse, Floß, 2flößen, Flotte, Fluß (s. d.); s. auch nahestehendes Flut. – Fließ n. ‘fließendes Gewässer, Wasserlauf’, mhd. vlieʒ ‘Fluß, Strömung’, mnd. vlēt ‘Wasserlauf, Bach’. Fließpapier n. ‘saugfähiges Papier, auf dem Tinte und Farben zerfließen, Löschpapier’ (16. Jh.). Fließband n. ‘(laufendes) Montageband’ (20. Jh.). Fließarbeit f. ‘lückenlos aneinandergereihte Folge von Vorgängen eines Arbeitsprozesses’ (20. Jh.).