Eintrag · Rheinisches Wb.
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Fisch II Rhfrk -i-; sonst -e- [-i- Eup; -ø- Trier-Stdt]; dazu vielfache besondere Formen, u. zwar -u-, Pl. -i- Wend-Dörrenb, Saarbr, Ottw; -o-, Pl. -e- Saarl-Saarwelling Fraulautern Picard Neuforw Dilling, Wend-Berschw Schmidthachenb; LRip fezš, –eiš; SNfrk ö. Heinsb-Süsterseel Saeffelen vøš bis Geilk-NBusch Stahe Birgden, Heinsb-Schierwaldenr Selsten Braunsr Haas Driesch; ö. davon --, –ē-; innerhalb Geld-Leuth (ausschl. Geld-Leutherheide), Kemp-Lobberich Dyck Grefr -ei-; um Erk-Rurich Körrenz -øy-; MülhRuhr -ī-; Pl. = Sg. oder -šə(n); Klevld fes Sg. u. Pl.; Demin. -šəlχə(n), Nfrk -škə, –skə m.: 1. wie nhd.; Fischnamen s. bei Aal (dort auch die Abarten), Aalkut, Aalraupe, Albe, Alse, Äsche, Augustling, Barbe, Barsch, Barschetchen, Bartgrundel, -krampen, –lies-chen, –mann, –mies-chen, Bastard, Bleie, Bleik, Blutäugert, Brässem, Breitmaul, Danielchen, Dickkopf, Dreckelritze, –münne, Elritze, Eske, Finte, Flink, Forelle, Forne, Furzbarsch, Gärrling, Gif, Glatteis-chen, Glitsch, Goldfisch, –makrele, Grashecht, Grass, Grindmür, Grundel, Haferschnauze, Hasel, Hecht, Holzfisch, Hotten, Jakobssalm, Kabbel, Karausche, Karpfen, Käseputtes, Katzenfisch, Kaulbarsch, Kauz, Kauzert, Kollblicke, - fisch, Krampen, Kuckes, Kupfer, Kutt, Lachs, Langfisch, Lau, Leizchen, Lutterrümpchen, Maiert, Maifisch, –grässling, –panz, –pier, Makrele, Märzmakrele, Miemel, Milbe, Münne, Mundfisch, Muddbarsch, –fisch, –karpfen, Mudderpricke, Nadelkopf, –spitze, Nüllenpitz, Neunauge, –mäler, Paling, Pfaffendaumen, Pickfutte, Pier, Pimpernell. Plattfisch, Plättel. Pricke, Rasel, Raubmünne, Rauhbarsch, Rietforne, Rotäälchen, –auge, –brust, –fisch, kehlchen, –schnüsse, Rotzbarsch, –fisch, Rümpchen, Salm, Scheissfisch, Schiesser, Schlammbeisser, –fisch, Schlangenaal, –fisch, Schleie, Schmerle, Schnauser, Schnauze, Schneider, Schnipp, Schnuk, Schnuddelbarsch, –fisch, Schnurres, Schüpe, Schuppert, Selt, Setzbarbe, Spengelditz, Spirkel, Spitzchen, Spitzmaul, Springmünne, Stachel, Stachelbarsch, –ditzchen, –fisch, –pier, Stechbauch, –fisch, –futte, –pier, Steinbeisser, –grässe, –picker, Stichling, Strumpfbändel, Süll, Sülles, Süllhowes, Triftert, Wackenbeisser, Wasserarsch, –schlange, Weiden, Wetterfisch, Wind-. De F. gihn zer Ratt zur Laiche Bitb-Dudeld; de F. reje Klev-Warbeyen. RA.: Jərsch ene Kulquack (Kaulquappe) on dann ene F. MGladb-Rheind. Me weit ni. of he F. of Fleisch üs MülhRuhr, Rees, Heinsb. He mat (macht) sich esuə völl drus wie ene F. us enen Appel en ene Fuss us Feldschla (-salat) Aach. He bitt kene F. on höllt ke Hohn Düss-NCassel. Ganz egal, F. un Aal! Koch-Ernst. Flutschig (glitschig, glatt) wie en F. Allg.; flenk, monter, zabbelig wie en F. Rip, Allg.; wibbelig (beweglich) wei e F. em Wasser Saarbg-Bilzing; geschlank bi en F. May-Naunh; kregel as en F. in et Water Rees-Hüthum; schlau wie en F. Wend-Grügelborn; kalt wie en F. ruhig Koch, Sol, Geld, Heinsb-Kirchhv; so gar wie en F. schnell gar gekocht Gummb-Berghsn; e söfft wie en F. Saarbg-Fisch, — hot Duscht we en F. Wittl, Verbr., — gapst wie e F. uf der Wies Wend-Pfeffelb, — hät Oge (Augen) wie ne dude F. Neuss-Rosellen; stomm wie en F. Allg.; he kan su stell sein wie en F. Altk-Fischb, — schwiege wie ene F. Geilk-Gangelt; fresch wie en F. Allg.; gesond wie en F. em Wasser Allg; schwemmen wie en F. Allg. Ne Minsch ohne Freihet ös ene F. ohne Wasser Bo-Dransd. Der F. moss schwemme bei F. gehört sich ein Trunk Rip, Allg., — moss dreimol schwammen Trier-Mehring. Die klen F. kriə Wasser, un die grosse lehre schwimme sagt man, wenn es regnet Hunsr; allewei krin de klan F. och Wasser Trier; kleine F. han och schwemme gelehrt (wellen och schw.), — wellen och Wasser han; klen F. on grusse F.ə schwemme en de Diche; wer de Dochter freie wellt, de moss de Moder striche. Grosse F. fressen de kleine Köln. — Vom F.fang; se sein am gihn die F. ziehn stromaufwärts, Zeichen für einen guten Fang; mer krege e bes-che Wasser das W. beginnt zu wachsen, die F. springen dann aus dem W.; heit wollen se emol sie beissen an, lassen sich fangen; heit woren se ärdig (artig) es gibt einen guten Fang; et well net recht der Fang ist schlecht Kobl-SSebastian; se gihn heit net sie kommen nicht Trier; Bet (Biss) kriegen; et es B. die F. beissen an; et Water es an't blöhje (blühen) (es setzt an Steinen, Holz u. dgl. grünen, moosartigen Schlamm an), en et es ok Wass (Wachs) in't Water Schaumstreifen treiben auf dem Wasser, dann bitte de Fess nit ärg Emmerich; bei decke Newel get et neist, Ostwend dagt (taugt) ach neist Kobl-Winning. Wenn omends de F. on de Angel net beissen, dat soll den annern Dag got Weder verheissen Bernk-Andel. Wenn de Aue (Augen der F.) su weit von enanner wäre bi de Kopp on Schwanz, dann ging et Kobl-SSebastian. Fischer binden häufig enthäutete Kröten an das Netz, in dem Glauben, dann mehr F. zu fangen Ottw-Eppelborn. — Fischergeräte; Angel mit dem Spikes (Köder), Audes, Gaudes, Geil Fuck, Garn, Kar, Klebgarn, Koppel, Reif, Schnippgerte, Setzleine, Spelt, Staatfadem, Stechham, Stuckmande, Trätschgarn, Tromm, Tüttebell, Wurfgarn, Zoppholz (s. d. W.). — RA.: Kas nich eher F. säggen, büs en an en Stat (Sterz) hes Ruhr; men mott mit F. rupen, bös mer öm an de Stert hät on dann mott mer em noch gut fashalde Mörs-Orsoy, Rees; nit ehr sägg: en F., bes dat en häs op en Dess (Tisch) Rees-Brünnen. Den hot es e gude F. gefangen er hat sich reich verheiratet Bitb-Dudeld; en decke F. fänken gutes Geschäft machen Bitb-Geichl. De hät en F. gefangen ist durchs Eis gebrochen Sieg-ODollend. Der hot faule F. gefong wer auf unrechtmässige Weise etwas zu erreichen sucht u. dabei ertappt wird oder eine schlechte oder unrentable Sache betreibt Simm. F. on Vūgel gefange es och mössig gegange Köln. Noch nit gefange F. sind nit gut op den Desch Mörs, Köln. He glaut (glaubt), he hätt en goulen (golden) F.; he hätt äwer en Külingskopp (Kaulquappe) Elbf. Ech han der F. om Drügen mein Ziel erreicht SNfrk. Bauf, Katz, hoscht de F., in's Wasser gehschte doch nit! Ihr Wunsch ist erfüllt Kreuzn-Gebr. — Einen Angeler fragt man: Häj völl gefange? Antw.: Och, te völl, öm rau (roh) te frete en te wenig, öm te broje Emmerich. Wor sin dann de F.? Antw.: Jn't grote Kar (im Rheine selbst) ebd. — De kannst mer de Weiher ansteache on de F. verbrenne! abschläg. Antw. Bernk-Immert. — Grön F. im Gegens. zu gebrodene (gebacke) F. Allg.; en Soj (Sode) F. eine Portion F. Klev. Fresche F., gode F. Birkf, Trier. Frische F. im Butter gebrot, hinne un vore krumm gerot Wend-Frohnhsn. Enen lecker gebroje F. es enen Staat op den Desch Klev-Kessel, Rees. F. ett (isst) men so völl, as der es Emmerich; Schlat on F. kann me ete so völ, as der es Mörs-Xanten, Rees; Spinat on F. werd der so völ gegete, as der es Geld-Straelen; Röben on F. kann öm so vell eəten, as der es Geld-Leuth; Schlat (Salat), Kerssen (Kirschen), on F. kaste so völl ete, as de wes (willst) Mörs-Rheinbg. Hat ehr F.? fragt man, wenn das Gesinde zu lange am Tisch sitzen bleibt Düss-Stdt. Botter bei der F.! Geld bei der Ware Rip, Nfrk. De F. will schwimmen nach F. Bedürfnis zu trinken Allg. Dat es net F., net Flesch etwas Zweideutiges, Unklares Bernk-Neumag, Rees. Der F.genuss auf dem Lande beschränkt sich heute abgesehen vom Häring noch auf die drei Kartage, an denen bes. Stockfisch genossen wird; die F. der Bäche sind nur für Liebhaber; in den Flüssen werden F. gefangen für die Städte. — Stehn zu Michaelis de F. hoch, kommt viel schen Weder noch Saarbr-Quierschd. De F. sprenge, et göft e Gewidder on Donerschur Düss-NCassel. — Rätsel. Wilet (welches) es der längst F.? De Stockf.; de Kopp es en Holland on de Leib gar weit devon Bernk-Bruchw. Wilke F.ə han de Oən (Augen) am nöhtsten (nächsten)? die kleinsten Waldbr. — Im Kinderld. u. Kindersp. Fesske fange, F. f., Muder sall ou an et Täuke! (Seilchen) hange Rees. F.ke, F., Tempate, breng mech grasch wohl över de See! Kref. Op de See es grote Not, es e F.ken bleven dot; we neit mit ter Lik well goəhn, mott de Kos betahle, aner, waner, Rotterdamer ebd. Knäbbel en die Bocks kreg en Kengk, dat wor stomm on stickenblengk; hat öhr noch jet te sägge, dann welle mer öhm op de Roəste leəge, wellen mer öhm broəne wie ene F.; komm hei, Kamerad, kriegs du de Groət (Gräte) on ich de F. Kemp-Grefr. Ech gihn ham un kochen mir Lahm (Lehm); da stellen ech en of den Desch, da ment mei Moder, et wär en F. Koch. F., F., lange F., den van de Nacht gefange es; 1, 2, 3 Klev-Goch. Fange, f. golde F.! zwei Kinder rufen das u. suchen mit einem Seil die andern zu fangen Köln-Kalk. F.ə, F.ə reihe, hab die ganze Nacht gefischt und noch keinen F. erwischt Zell-Sohren. — Von F. träumen bedeutet einen baldigen Todesfall in der Familie Allg. — Wenn im Kalender die F. regieren, soll man nicht schlachten, weil sonst die Fleischbrühe weiss wird Bernk. — 2. übertr. a. andere Lebewesen. α. min lecker Fesske Kosewort für Kind Emmerich, Wend-Pfeffelb. — β. Feschelche Zuckergast, flügellose, kleine, fischförmige Silbermotte lepisma saccharina Siegld (Selwerf.), Rip. — b. Wiesenbocksbart Lennep-Dornap; F.ən Früchte vom Ahorn, acer campestris Mörs-Schwafh. — c. beim Schwein das Fleisch am Rückgrat Aden-Nohn, Sol-Witzhelden. — d. blinde F. frisch gebratene Kartoffeln Ruhr, Mörs; F. ohne Spess (Gräte) Quellkartoffeln Trier-OEmmel. — e. Gebildbrot in F.form Kobl-Moselweis. — f. faul F. Ausflüchte Rhfrk, Mosfrk. — g. F.ken schmiten einen Stein so über eine Wasserfläche werfen, dass er mehrfach aufhüpft Barm, Ruhr. — h. Feisch der letzte im Klickersp. Dür-Schophv.
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Cotta, M. (2026). „fischii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fischii/rhwb?formid=F02685
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Cotta, Marcel. „fischii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fischii/rhwb?formid=F02685. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „fischii". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fischii/rhwb?formid=F02685.
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