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Fimel II

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Fimel II

Bd. 2, Sp. 452
Fimel II -ī- Trier-Ld, Wittl, Bitb, SPrüm, Simm, Birkf, Waldbr-Denkl Wildbg, Siegld; sonst -i- Sg. t. m.: 1.a. die männliche Hanfpflanze, während die weibliche Sämer Saarbr, Mäsch Bitb, Bock Bitb-Dudeld, Haf Ottw heisst; sie ist kurz u. trägt keinen Samen u. wird eher als die weibl. Pflanze ausgezogen; jetzt nur noch Saar, WEif Hunsr, aber schon selten. Die Reife des F. erkennt man daran, dass er stöppt, also den männlichen Blütenstaub verstreut; der dann ausgerupfte F. wird auf einer Wiese dünn ausgespreitet; nach 4—6 Wochen Tauröste wird die Spreite mit einer Sichel aufgehoben u. in Bündel (Binsel) gebunden; entweder wird der F. nun im Backofen getrocknet oder auf der Brechkaul, auch Rücksk. genannt, unter schwachem Feuer geröstet; dann schreitet man zum Brechen, wobei die Töllen, die holzigen Teile, sich absondern u. die Fasern, Schleissen genannt, übrig bleiben; diese F.schleissen werden bei allen Verarbeitungen streng gesondert gehalten, denn sie liefern die feinste u. zarteste Ware (die Weiterverarbeitung s. bei Flachs); die nach dem Fimeln noch auf dem Felde verbleibenden Stengel, Mäsch, tragen die Samenkörner; bei der Reife der Körner werden sie ausgerupft u. mit dem Samen auf Haufen, Mölzen, gestellt; sie bleiben lange auf dem Felde stehen, bis zuletzt die Körner leicht mit der Hand abgestreift werden können; der Mäsch wird seltener im selben Herbst, meist erst im nächsten Frühjahr gespreitet, weil er sich dann leichter u. schöner bleichen lässt (s. Flachs) Bitb-Dahlem. RA.: Dau mei liewer Gott em Hiəmel, itz hon eich Hanf gesät, jetz es et lauder F.! Bernk-Stipshsn. Feərne, f. am Himmel stohn de Steərne; stohn de St. am H., em Garde wiəss (wächst) de F., wiəss de F. em G., de Bure welle mer schwarde (prügeln) usf. Ahr, Verbr. — b. feinste Hanffaser Saar, WEif; man unterscheidet Oseken, Groft, Reisten, F. Prüm-Mürlenb, daraus f.hänfe Duch feinstes Tuch Saarbr-Sulzb. — 2.a. männliche Samenstaude beim Spinat Dür-Winden. — b. Kraft Heinsb-Karken.
2005 Zeichen · 42 Sätze

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    Fimel II

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Fimel II -ī- Trier-Ld , Wittl , Bitb , SPrüm , Simm , Birkf , Waldbr-Denkl Wildbg , Siegld ; sonst -i- Sg. t. m.: 1. a. …

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Cotta, M. (2026). „fimelii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fimelii/rhwb?formid=F02339
MLA
Cotta, Marcel. „fimelii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fimelii/rhwb?formid=F02339. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „fimelii". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fimelii/rhwb?formid=F02339.
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