Hauptquelle · Westfälisches Wb.
fergn V.
fer-gan V. [verbr.] 1.1. (von einer Zeitspanne o.ä.) vorbeigehen, verstreichen. Bi’t Küren vergeiht de Tīt ( Stf Ar ). Wat doch de Tīt vergāt! ( Min Ha ). De Tîd vergêt, un me kritt nix gedån (WOEN || mehrf.). Ne ganze Stunne was dröäwer vegōan ( Dor Wl ). Daor sall noch wall wat Tied öwwer vergaon (WMWB). — Sprichw.: Dag vüar Dag vergäiht, bit de Leßte vüar’m Berre stäiht ( Alt Lü ). — 1.2. sich in nichts auflösen, sich verflüchtigen. Seï męn stille, et sall wuäl weïer vergn ( Isl Is ). — Ra.: Upstohn, Plaß vergohn sagt man, wenn jmd. aufgestanden ist, später zurückkommt und den Platz besetz…