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ferben

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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3 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ferben

Bd. 3, Sp. 1325
färben, ferben, colore tingere, inficere, ahd. farawan, praet. farawita und farota, mhd. verwen, verwete und üblicher varte. Graff stellt 3, 704 farota, fareta richtig unter farwan, während er 4, 246 in ganz gleichem fall für garota einen inf. garôn setzt, der sich so wenig als farôn findet. o in farota, garota ist kein ô, sondern aufgelöstes w, wie in den adj. faro, garo. nhd. weder farte noch garte, nur färbte, gerbte. häufig wird färben von bestimmenden adjectiven geleitet, oder die praepositionen mit, in folgen. 11) haut, gesicht, haar färben: die sonne hat ihn braun, schwarz gefärbt; das alter färbt seine haare weisz; darumb wird dein fusz in der feinde blut geferbet werden und deine hunde werdens lecken. ps. 68, 24; schon der sechzehnte frühling hatte Wilhelminens wangen mit einer höheren röthe gemahlt, ihre augen funkelnder gemacht und ihr haar schwärzer gefärbt. Thümmel Wilh. 29; der stolzen frau färb braun und blau den kamm, der adlich ihr schwillet. Hölty; dein blut, das ich gemahnt, hat sich empört und hat die wangen dir mit scham gefärbt. Uhlands Ernst 103. färben, fucare, schminken. 22) zeug färben: garn, tuch roth, blau, schwarz färben; man kan das belzwerk alles verben und duot es uf das schlechtest gerben. Brant 102, 69. 33) die sonne färbt das laub grün; das saatgrün des künftigen frühlings und die rothe blätterglut des laubholzes färbten die bleiche nacht lebendiger. J. P. Fibel 70; die krankheiten färbten mit ihren schatten sein leben etwas grau. 28; ach wir wurden alle einmal von der morgenröthe des lebens gefärbt. Tit. 1, 127; nimt und schnitzet das holz und ferbets mit roter und weiszer farb. weish. Sal. 13, 14. 44) da jedes färben die vorige farbe des gegenstands ändert, so folgt, dasz färben immer auch ein entfärben ist, gerade wie farbe wenden beides das aufsteigen oder weichen der röthe ausdrückt. richtig heiszt es darum altd. wäld. 1, 148 die kornblumen sind blau und färben weisz = entfärben sich weisz, erbleichen in der sonne. 55) refl. die traube färbt sich, sie reift, bekommt ihre natürliche farbe; der bart färbt sich, wird braun; der hirsch färbet sich, wenn er im frühling die haare verliert und andere bekommt, man darf weidmännisch nicht sagen, dasz er sich häre. Döbel 1, 18b; das garn färbt sich schön; wie färbet sich so gelb der wald! Gökingk 3, 130; zweimal färbt sich das haar, zuerst aus dem blonden ins braune. Göthe 1, ... 66) färben, fälschen, teuschen, beschönigen, schmücken, triegen, entstellen: nit anders dann verdeckte, geferbte wort, liegen und betriegen. Albr. von Eybe 41a; man findt gar manchen narren ouch, der ferbet usz der gschrift den gouch. Brant 57, 2; das kan man verben und verklüegen, damit man mög dest basz betriegen. 101, 15; welches wehret wol eine zeitlang, lesset sich ferben und schmücken, aber wenn das stündlin komet, so fellet doch solch geplerr alles dahin. Luther 6, 53a; ein bauwer, solchen [] des mönchs geferbten verheiszungen zu viel vertrauwende. Kirchhof wendunm. 437a; es folget das gericht zuletzt, da sich nichts lässet färben. Otho 30; ein bessernder verweis sollt immer dank erwerben, mit unverdientem ruhm mag uns ein schmeichler färben. Hagedorn 1, 55; alles wird verschoben und gefärbt. Hippel 11, 137. 77) gefärbt, ungefärbt: alles durch eine gefärbte brille ansehen; ach du armes bette, so wirst du nicht mehr von meiner ungefärbten liebe zeugen können? Weise kl. leute 17; ihre tugend war ungekünstelt, ungefärbt und ohne hinterlistige absichten. Wieland 7, 285; gefärbte worte, falsche, triegerische. Pontus 18.
3568 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ferben

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    färben , ferben , colore tingere, inficere, ahd. farawan, praet. farawita und farota, mhd. verwen, verwete und üblicher …

  2. modern
    Dialekt
    Fērbē²nm. n.

    Westfälisches Wb.

    Fēr-bē²n m. n. [verstr.] 1. Hocker, Schemel mit vier Füßen. — 2.1. vierbeiniges Tier, etwa Hund oder Kuh. — Rätsel: Tweb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ferben

7 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von ferben 2 Komponenten

fer+ben

ferben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ferben‑ als Erstglied (3 von 3)

ferbengen

WWB

ferben·gen

fer-bengen (den Fuß) ferbengen verstauchen ( Kr. Paderborn Pad Su).

fērbē²nig

WWB

fer·benig

fēr-bē²nig Adj. [verstr.] veerbäinig ( Kr. Minden Min Kr. Minden@Hahlen Ha ) vierbeinig.

ferben als Zweitglied (3 von 3)

auferben

DWB

aufer·ben

auferben , hereditate transferre, durch die geburt mittheilen, auf einen bringen, gleichviel mit anerben: denn solche böse tück und stück si…

empferben

KöblerMhd

empferben , sw. V. Vw.: s. entverwen

enpferben

KöblerMhd

enpferben , sw. V. Vw.: s. entverwen

Ableitungen von ferben (1 von 1)

empferben

KöblerMhd

empferben , sw. V. Vw.: s. entverwen