fer-bē¹den ⟨
Part. Prät. ›ōª‹ vor (d) (diphthongisch) fəbaų Kr. BürenBür Kr. Büren@GarfelnGa Kr. Büren@ThüleTh. Manchmal gegenüber bē¹den abweichend angegebene Formen, so 2. Sg. Prät. ›ferbo¹est‹ („-beuest“), 3. Sg. ›ferbō¹t‹ („-beot“), Pl. Prät. ›ferbo¹en‹ („-beuen“) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa); 3. Sg. „ferbodde“,
Part. Prät. „febott“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); 3. Sg. Prät. ferbo(t) (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe);
Part. Prät. ›ferboªden‹ Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh⟩ 1. verbieten. „Et Hūs febaien“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „Du kass dǟ Lǖ nich fabaien, wat sǟ van di denket (segget, sett)“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). „Hǟ däut wat Gott un alle Welt vaboen hätt“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). „Sloen (schlagen) is ferboen, weiersloen nit“ (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi || Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). „Sei konn van de verbuorne Wäige nit afbläiben“ (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). „A: Ick will trou’n [heiraten]. B: Men gaue, eer as ’t veboddn wott“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 720). „Ääne is’t Trou’n veboon“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HesepeHe = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 721). — 2. „Den Preis zu hoch angeben: Hē häff sik doch hēle ferbōn (
das war es nicht wert)“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe). — 3. Beim Kinderspiel: Ruf beim Anschlagen beim Versteckspiel (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Ik ferbai mi! rufen die Kinder in Deilinghofen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh), wenn sie beim Fangspiel den Sicherplatz wählen (WWB-Source:325:WoeNWoeN), Ruf beim Kinderspiel (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Um eine bestimmte Stelle für sich vorzubehalten, ruft ein Kind dat fabāi ’k mī! Findet
z. B. eine Kinderschar einen Platz mit blühenden (wilden) Erdbeeren, fabāit sich ein Kind diese Stelle,
d. h. es nimmt schon jetzt die später reifenden Erdbeeren für sich in Anspruch (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). — Wohl hierher — verkürzt — der Ruf bä’i mi! Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@LorupLo, bǫ’i mi! Kr. CloppenburgKlo Kr. Cloppenburg@SchwichtelerSw, wenn die Kinder beim Spiel den Freiplatz erreicht haben und nicht mehr abgeschlagen werden können. Vgl. das folg. Stichwort. ¶ Zu Bed. 3.
vgl. WWB-Source:238:RhWbRhWb I 687 verbieten.