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felsenbein

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

felsenbein m.

Bd. 3, Sp. 1505
felsenbein, m. os petrosum, ein theil des knochens an den schläfen. stirne oder schlaf (tempus) einem fels zu vergleichen liegt nahe, wie auch κρόταφος berggipfel ausdrückt, stirne gleichsam den festen, harten giebel des leibs bezeichnet (s. felsenstirne). doch habe ich nie das einfache fels für stirne gefunden, in den zusammensetzungen felsenbein, felsenblutader, felsentheil erreicht es aber die vorstellung von schlaf oder schläfe, genau wie mhd. tinne (wb. 3, 38a) frons und auch pinna, pinnaculum bedeutet. dies tinne, nach bekannter fortschiebung der linguale, wird später zu zinne, man sieht leicht, dasz tinne für dinne steht, also dem ahd. duna in dunawengi (Graff 1, 895), ags. þunvange, altn. þunnvângi gleich kommt; dunwengi zog sich hernach zusammen in duninge (2, 1532), wobei nicht an tonne, sondern an dünne, tenuis zu erinnern war. da in tempus, þunvange, dunawengi ein voller schub vorliegt, gerade wie in tenuis, þynne, dunni, könnte selbst in tempus tenuis stecken, das m durch p hervorgerufen sein; es bleibt aber hier vieles und namentlich der verhalt zum gleichlautenden tempus (goth. þeihs) dunkel. möge nun dünn in duning, tinne, dinne die feinen knochen der schläfen und wangen meinen, allmälich entsprangen und mischten sich in diesen wörtern die bedeutungen frons, gena, mala, maxilla und ihr bezug auf dünn wurde längst nicht mehr gefühlt. zugleich aber könnte pinna (vgl. finne) neben tinne und tempus auf die gemeinschaft zwischen fein und dünne (sp. 1452) wieder licht werfen. man sehe schlaf und schlafbein.
1556 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêlsenbein

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Fêlsenbein , des -es, plur. die -e, in der Anatomie, das Schlafbein oder Steinbein, vermuthlich wegen seiner Härte, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Felsenbein

    Goethe-Wörterbuch

    Felsenbein 2 von 9 Belegen Fels- anatom: zur Schädelbasis gehörender Teil des Schläfenbeins N8,206,10 AllgKnochLehre 11 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Felsenbein

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Felsenbein , s. Schädel .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit felsenbein

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Zerlegung von felsenbein 2 Komponenten

felsen+bein

felsenbein setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von felsenbein (1 von 1)

felsenbeine

DWB

felsenbeine , ossa rupium: wo Calpens felsenbeine die Amphitrit abwäscht. Lohenstein auserl. ged. 1, 250 .