Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
feldsiech
feldsiech , leprosus, aussätzig (1, 944), weil man der ansteckung wegen die kranken in einem auf dem felde abliegenden hause unterhielt; das wort ist lange mit solchen häusern erloschen, dauert aber in den vor den orten entlegnen siechhausgärten, siechenhöfen fort. ein man, der in der statt mit einem glöcklin von einem haus zu dem andern get und den armen veldsiechen das almusen sammelt. Keisersberg pred. 32 b , es habend etlich den Zwingli zigen, er sie fäldsiech, ich aber hab nit gesündern lib gesähen. Bullinger 3, 167 ; als wir schier gan München kamen, was zu spat, das wir nit in die stadt…