fauteln
Rhfrk, Mosfrk
faudələ, –ǫu-, –ou-' –t- [
-yt- May-May Ochtendung, Neuw-Dattenbg;
-ǫut- u.
-ut- Wittl-Ürzig;
-ǫud- u.
-ud- Saarbr-Krughütte Völkl, Altk-Betzd, Neuw-Datzeroth;
-fur- Saarbr-Heusw]; LRip
fut-; doch Ahr
fut- u.
fud-; Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Eup
-ūt-; dies auch SNfrk bis Mörs-Schwafh Friemersh, Geld [
-ūt- u.
-ut- Dür-Froitzh]; RRip
-ud-; dies auch Siegld, NBerg (doch hier mit
-ut-, –ū- gemischt), Ruhr, Klevld [
-ut- u.
-ud- Duisb;
-ūd- Remschd;
-ut- u.
-od- Waldbr-Dattenbg, Mörs-Neuk, Düss;
-yt- Wippf-Dohrgaul;
-ut- u.
-ur- Klev]
schw.: 1. im Spiele, bes. Kartensp. betrügen, mogeln Allg. RA.:
F. gilt nit! Ruf beim
Sp. Allg.;
genickste do; du häs gefudelt! Bo.
F. befind sech kommt schliesslich doch ans Licht, auch von jedem Betrug gesagt Verbr. im ganzen Geb., —
verfend (kruwelt) sich Saarl-Roden, —
beweist sich Neuw, —
däut sech Ahrw-Remag, —
bedäut sech Duisb, —
krünt (krönt)
sech Aach, Monsch, Eup, Malm, Remschd, MGladb, —
bətömt sech Eup, Selfk, —
tömmelt sech Eup-Kettenis, —
rümmt sech NGladb-Rheind, —
verwist sech Klev-Calcar, —
bedrügt alle Schlag Waldbr-Rosb, —
deht fallen Prüm-Mürlenb. — 2. auch in anderen Fällen betrügen Allg.; unredlich handeln, einen narren,
f. a pauteln WBitb, bes. beim Handeltreiben Allg. [handeln mit verächtlichen Dingen,
s. Futtelemart Aach];
wen tuschen well, well ok gern f. Mörs-Neuk, Rees, u. so bezeichnet
f. kurzweg Tauschgeschäfte treiben unter Kindern Verbr. im LRip. RA.:
Vum F. küt mer an et legen (lügen),
vum L. an et Bedrege, vum B. an et Stelle, vum St. an de Galge Köln, MGladb. — Die Empfängnis verhüten Allg. — Kommt eine Frau bald nach der Hochzeit in Wochen, so wird gesagt:
De Kerl hät ok gefudelt Mörs. — Bei der Arbeit drüber pfuschen,
z. B. beim Mähen, Stricken Allg., auch
der Plog (Pflug)
fuddelt dröver her Rees, Allg. RA.:
Besser getautelt (getrödelt)
wie gefautelt (überhastet u. gepfuscht) Prüm-Ihren. —
He hät sich eweggefutelt heimlich davon gemacht;
he sall sich wal drutf. aus der Schwierigkeit, aus dem Prozess herausschwindeln Selfk. —
Langs de Schüll futtele die Schule schwänzen Aach-Stolbg, Merz-Bachem. — Wer beim Trinken nur zaghaft nippt,
fautelt Prüm-Mürlenb. — Unvorteilhaft sprechen Eusk-Zülp. — Abl.:
die Fautel(er)ei, dat Gefautel(s), der Fauteler, die F.ələsch, sich zerf.