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Farbige

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Farbige

Bd. 6, Sp. 326
Farbige, im Gegensatz zu den »Weißen«, deren Haut nur vom durchscheinenden Blut gefärbt wird, alle Menschen, die in ihrer Haut ein besonderes Pigment enthalten, also die schwarzen, gelben, braunen und kupferroten Völkerrassen; dann auch solche Individuen, die aus der Vermischung dieser farbigen Menschenrassen untereinander oder mit Weißen hervorgegangen sind und sich als F. durch ihre mehr oder weniger stark gefärbte Haut kenntlich machen. Besonders unter der amerikanischen Bevölkerung haben die Farbigen eine gewisse Bedeutung (in sozialer, politischer etc. Hinsicht) gewonnen. Früher wurde dem Grade des Mischungsverhältnisses besonderer Wert beigelegt, in Lima z. B. unterschied man über 20 Klassen der Mischlinge. Gegenwärtig haben diese Unterschiede nur ein theoretisches Interesse, sind jedoch in Wirklichkeit kaum mehr anwendbar, da die Kreuzung sich so oft und in so verschiedenen Richtungen wiederholt hat, daß es unmöglich ist, zu sagen, in welchem Verhältnis das Blut der drei Rassen (Weiße, Indianer, Neger) in den einzelnen Individuen enthalten ist. Man teilt im allgemeinen die Mischlinge in zwei große Gruppen, je nachdem sie aus der Kreuzung von Weißen mit Schwarzen oder mit Indianern hervorgegangen sind: in Mulatten oder Pardo und Mestizen oder Cholos. Die Kinder von Mulatten heißen Cascos. Für die aus wiederholter Mischung von Mulatten oder Mestizen hervorgegangenen Sprößlinge hat man die Bezeichnung Terzeronen, Quarteronen, Quinteronen etc. (je nach dem Grade der Mischung). Alle andern Abarten dieser ersten Mischlinge nennt man insgesamt Salta-atras; man unterscheidet hier Zambos (Chinos, Aribocos, Caribocos, Curibocos, Cafusos, Caturets) als Mischlinge zwischen Negern und Indianern, Zamboneger (Cabern, Cubras) zwischen Negern und Mulattinnen, Zambaigos (Zamboclaros) zwischen Zambos und Indianerinnen, Mestizoclaros zwischen Indianern und Mestizen, Cambujos zwischen Zambaigos und Mulattinnen, Coyoten zwischen Quarteronen und Mestizen, Castizen zwischen Weißen und Mestizen u. a. m. – Die Farbigen genießen im allgemeinen nur geringe Achtung; vorzüglich gilt dies für die von Schwarzen (Negersklaven) abstammenden Mischlinge.
2171 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Farbige

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Farbige , in Amerika der Namen der Mischlinge, der aus der Kreuzung der weißen, schwarzen u. rothen Menschenrace Hervorg…

  2. Spezial
    Farbige

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Far|bi|ge m./f. (-n,-n) 1 ël/ëra de corú m.(f.) 2 porsona de corú f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit farbige

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von farbige

farb + -ig + -e

farbige leitet sich vom Lemma farb ab mit Suffixen -ig und -e.

Zerlegung von farbige 2 Komponenten

far+bige

farbige setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

farbige‑ als Erstglied (1 von 1)

Farbiger Stich

Meyers

farbiger·stich

Farbiger Stich , entweder im allgemeinen jeder schwarze Kupferstich, auf dem der Stecher durch geschickte Behandlung von Licht und Schatten,…