Hauptquelle · Westfälisches Wb.
fǟlen V.
fǟlen V. [verbr.] fehlen. — 1.1. nicht existieren, nicht vorhanden sein. — Sprichw.: Wo de Meß fählt, do hälpt ’t Biarn auk nich ( Hal Hö ). Wo nich es Mistus, da fehlt ock Kristus ( Enr HOLTHAUS). — 1.2. nicht zu jmds. Verfügung stehen, jmdm. mangeln. Dat is et jüst, wat mi feilt ( Lhs Sm ). — Ra.: Do feuhlt wat er ist geistesschwach ( Det Is = PLATE-NAUWB). Diem fäihlt bläoß de Häörn, dann ies de Osse praot er ist ein Grobian ( Sos Am || ähnl. mehrf.). Dine Haorn faihlt de Lusefarke du hast unordentliches Haar ( Bek Al ). Wenn ’t Bri riänget, feihlt em de Liäppel er verpaßt die besten Gelege…