Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
fackala
im Tatian, bei Otfrid, Notker und in zahlrei-
chen Gl.:
‚Fackel, fax, taeda‘〈Var.: -ch-, -c(c)-,
S19fackala – fackalen 20
-k-, -cch-〉; zur sw. Flexion vgl. z. B. Notker
akk.sg. facchelun. Im 10. Jh. ersetzen die obd.
c-, ch-Formen als Schreibung für die Geminate
die -cc-Graphie faccala. Wegen des fehlenden
Umlauts ist das ala-Suffix das ursprüngliche,
das ila-Suffix erst sekundär. Die Bildung mit
Suffix -ula- (seit dem 10. Jh.) steht wie mndl.
fackule unter dem Einfluß von lat. facula; s. u.
– Mhd. vackel st. sw. f.
‚Fackel‘, nhd. Fackel.
Das Verb fackeln
‚unstet sein wie die Flamme(nostfries. fakkeln) erscheint
einer Fackel‘
zuerst im 14. Jh., nhd. Redewendung nicht lan-
ge fackeln
‚nicht zögern, keine Umwege ma-.
chen‘