Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
ertagen swV.
1.1 unpers.
1.2 vom Tag
2 ‘(jmdm.) erscheinen, sich zeigen’
1 ‘Tag werden’ 1.1 unpers.: ê daz ez vol ertagete, dô kômen für den sal / vil ritter unde knehte NibB 807,1; morgen, dô ez was ertaget Iw 5867; als ez vruo was ertaget UvZLanz (K) 7171. – für jmdn. (Dat.) ze etw. (liep, leit): der [deren] sælde an sîner [l. sinem ] sige lac, / den was ein sæleclîcher tac / und michel vröude erstanden [...] sô was ez aber der vremeden diet [...] ze michelem leide ertaget Tr 7103; er dâhte und dâhte als ein der man, / dem ez ze cleinem liebe ertaget ebd. 15229 1.2 vom Tag: ez muͦz nu miner sælden tac / ertagen von diner kuͤnfte Rennew 20995. 7962. 14788 2 ‘(jmdm.) erscheinen, sich zeigen’ ganzlîchiu schœne ertagete nie / ze Criechenlant, si taget hie Tr 8275; sô ist im elliu sælde ertaget, / diu ime oder dekeinem man / an einer maget ertagen kan ebd. 9788; von dinr geburt ist uns ertaget / vil vræude und groze wunne Rennew 30. 32960. 34632; daz ich dir sage / ein lop dur dîne minne, / daz blüejende in die werlt ertage / und ez den besten wol behage LobGesMar 67,11; sô schône ertagen / kanstû menschlîchem künne ebd. 79,13. – für jmdn. (Dat.) ze etw. (heil, sælde): sô lât iuch hiute dise edeln frouwen [Maria] überwinden, diu uns allen ze heile unde ze sælden ist ertaget PrBerth 1:248,9
MWB 1 2109,8; Bearbeiter: Plate