Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
erblenken swV.
1.1 ‘etw. hell, weiß (blanc) machen, erleuchten’
1.2 ‘(den Körper) entblößen’ , subst.
2 intr. ‘erschallen, bellen’ (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 49b)
1 tr. 1.1 ‘etw. hell, weiß (blanc) machen, erleuchten’ di naht erluͤht karfunkel und kan von art erblenken / ir swarzen truͤbe tunkel JTit 1688,1; daz die sunn die ecken blaͤt [bescheint] , / gar erplenkt [Konjektur; Hs. erplent ] und machet tac / und ist haitern ogen gut Teichn 581,82; der toͮf die sele erblenket hoh uͥber snewes varwe JTit (Sch) 31,1 1.2 ‘(den Körper) entblößen’, subst.: durch daz begund er denken in herzen sunder krie / an daz vil suͤze erblenken, als in do sehen lie diu wandels frie, / und daz diu væle von Teserat bedachte JTit 4775,2 (vgl. 4159,2 → enblenken ) 2 intr. ‘erschallen, bellen’ (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 49b): do hort ich erblencken / Lieben [Allegorie eines Jagdhundes] mit luter stimme MinneR 505 234
MWB 1 1820,48; Bearbeiter: Tao