Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
erbite
1. einen eines d. den mac man lîhte des erbiten Iw. 215. sît hete ich mînen lantman sînes schaden ê erbeten daß er wider seinen eigenen vortheil thäte büchl. 1,907. ob ich es iuch erbiten mac Trist. 14002. den möhte al diu werlt niht erbiten eins unrehtes Vrid. 3,17. 19. 20. maht du mich lêren wie ich got der bete erbite, daʒ er Türh. Wh. 123. c. dô er der bete erbeten wart G. Gerh. 1118.
2. mit der conj. daʒ. durch got sult ir erbeten sîn daʒ dirre schimph belîbe Erec 544. ein vlins von donre strâlen möht ich zallen mâlen hân erbeten, daʒ im der herte entwiche ein teil Wolfr. l. 9,34. mîn stæte herze ich wol erbite, daʒ eʒ mich vrîet vor untât MS. 2,258. b. diu hêrschaft in ouch erbat, daʒ er des endes kêrte Servat. 930. her Ott von Missowe mit grôʒen bürgen des erbat (ironisch) den hern Heinrich sâ, daʒ er den grâven lieʒ aldâ frauend. 93,2.
3. mit präpos. swaʒ ich friuntlîche niht ab in erbit Nib. 56,2. si dûht, si hete Gahmureten wider an ir arm erbeten Parz. 113,14. disen keiser irbat Gregorius ûʒ der helle myst. 1, 104,32. Was aber heißt sîn angeborne sinne die wâren von der minne als wilde und als unstæte als er si erbeten hæte Trist. 946? so steht in der Heidelb. hs. vgl. 25,28 M. — in der fl. als erʒ erbiten hete; in R. bei Groote also er su erbotten hete. — Was Gr. 2,830 steht, gibt auch kein licht.