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Epikur

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Epikur

Bd. 2, Sp. 576
Epikur, geb. 342 v. Chr. bei Athen oder auf Samos, eröffnete zuerst in Lampsakus, alsdann in Athen, eine philosophische Schule, welcher er bis zu seinem Tode 271 vorstand. Die besten Zeugen u. der Geist seiner Lehre machen es glaubwürdig, daß er ein nach den Begriffen der Alten durchaus sittlicher Mann war; seine Schüler bildeten eine Genossenschaft von Freunden, ähnlich der pythagoräischen, doch ohne Gütergemeinschaft, u. erst später konnte man von den „Schweinen des E.” erzählen. Er schrieb 300 Schriften, doch ist er beinahe nur durch die häufig entstellten Berichte anderer Schriftsteller bekannt, namentlich hat Diogenes Laertius 3 Briefe und 24 moral. Aussprüche von ihm erhalten. Die in Herkulanum gefundenen Bruchstücke des Werkes über die Natur befriedigten die Erwartungen keineswegs, nachdem sie Rosini, Neapel 1809 u. Orelli, Lpzg. 1818 u.a. herausgegeben. J. G. Schneider gab die 2 philos. Briefe des E. heraus, Lpzg. 1813. — Epikuräer, der od. die Anhänger der Lehre des E., im modernen Sinne Genußmensch, Wollüstling. Die E.r schwuren um so mehr auf die Worte des Meisters, weil die Lehre aus inneren Gründen keine Weiterbildung, weit eher Ausartung zuließ. Der berühmteste und gelehrteste war Philodemus aus Gadara um 50 v. Chr.; sein Zeitgenosse Phädrus schrieb ein Werk, dessen Bruchstücke in Herkulanum gefunden wurden u. uns überzeugen, daß Cicero in der Schrift de natura deorum dasselbe oft wörtlich benützte. — Epikuräisch, genußsüchtig, wollüstig, üppig.
1486 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Epikūr

    Adelung (1793–1801)

    Epikūr , Genit. -s, Dat. -en, ein bekannter Griechischer Philosoph, welcher lehrte, daß das höchste Glück in dem geistig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Epikur

    Goethe-Wörterbuch

    Epikur red Pers in dem Dialog-Ged ‘Die Weisen u die Leute’ (s ‘Epiktet’) GWB 3,110 redPers vor 58 Rose Unterberger R. U.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Epikur

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Epikur , geb. 342 v. Chr. bei Athen oder auf Samos, eröffnete zuerst in Lampsakus, alsdann in Athen, eine philosophische…

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Wortbildung

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Zerlegung von epikur 2 Komponenten

epi+kur

epikur setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

epikur‑ als Erstglied (10 von 10)

Epikuräer

Wander

Epikuräer Es ist besser ein Epikurer einer Saw sein, denn ein falscher Christ. – Luther's Tischr., 195 d ; Petri, II, 35.

эпикуреец

RDWB2

эпикуреец Genussmensch m , Lebemann m , Genießer m , seltener Epikureer m

EPIKUREER

DWB2

DWB2 EPIKUREER m. DWB2 lehnwort aus bedeutungsgleichem lat. epicureus m. bis ins 18. jh. in der form epikurer, seit ende des 18. jhs. auch i…

EPIKUREISCH

DWB2

epikur·eisch

DWB2 EPIKUREISCH adj. DWB2 lehnwort aus lat. epicureus adj. bis ins 18. jh. dominiert die form epikurisch. seit dem 19. jh. begegnet daneben…

эпикурейский

RDWB2

эпикурейский genüsslich, genießerisch, als Genießer, wie ein Genießer, seltener epikureisch

Epikurer

Campe

epi·kurer

Der Epikurer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. die Benennung eines Menschen, der sein höchstes Gut in dem Genuß der grödern sinnlichen Vergnügen s…

Epikurisch

Campe

epikur·isch

Epikurisch , adj. u. adv. grob sinnlich. Ein epikurisches Leben führen. Auf gut epikurisch. S. Campe Epikurer.

Epikurismus

GWB

Epikurismus an Epikurs Lehre orientierte philosoph Haltung, für das Lebensprinzip des Genießens, der Sinnenfreude bzw Leidenschaftslosigkeit…

Epikūros

Meyers

Epikūros , griech. Philosoph, als der Sohn eines gewissen Neokles nach der gewöhnlichen Annahme 341 v. Chr. wahrscheinlich auf der Insel Sam…

Epikuräismus

Herder

Epikuräismus , die Lehre des Epikur, welcher die der Cyrenaiker (s. d.) ausbildete. Ihm ist die Philosophie eine „Thätigkeit, welche durch B…